MISEREOR stiftet 40.000 Euro für Flutopfer in Indien

Ohne medizinische Hilfe und Trinkwasser droht Ausbruch von Epidemien

Rom - Aachen, (ZENIT.orgMISEREOR) | 439 klicks

Mit einer Soforthilfe von 40.000 Euro unterstützt das Aachener Entwicklungshilfswerk MISEREOR die Opfer der Flutkatastrophe im Norden Indiens.

Der heftigste Monsunregen seit 80 Jahren hat in den Bergtälern des Himalayas innerhalb von zwei Tagen zu katastrophalen Überflutungen und Erdrutschen geführt. Nach Schätzungen der indischen Regierung starben etwa 1.000 Menschen. MISEREOR-Partnerorganisationen gehen jedoch von weitaus mehr Todesopfern aus. 

Im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand ist die Lage besonders verheerend. Ganze Dörfer wurden zerstört. Straßen sind unpassierbar, Brücken weggeschwemmt.

„Viele Menschen konnten mittlerweile evakuiert werden. Doch in den beiden höher gelegenen Flusstälern Yamuna und Bhagirathi sind noch immer Tausende ohne Hilfe von der Außenwelt abgeschnitten", berichtet Vera Roger, Projektbearbeiterin bei MISEREOR. Viele Überlebende leiden unter Hunger. Auch Trinkwasser ist knapp. „Ohne medizinische Hilfe und Zugang zu sauberem Wasser droht der Ausbruch von Epidemien", so Roger.

Deshalb leisten Partnerorganisationen von MISEREOR Hilfe in den schwer zugänglichen Tälern des Yamuna und des Bhagirathi: Die „Catholic Health Assosication India" (CHAI)  stellt 10 mobile Krankenstationen für rund 2.500 Hilfsbedürftige zur Verfügung und versorgt rund 7.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser. Die "Disha Social Organisation" verteilt mit Unterstützung MISEREORs zudem Nahrungsmittel, Solarlampen, Decken und Kleidung an über 150 Familien. Mit beiden Organisationen arbeitet das Entwicklungshilfswerk seit Jahren eng zusammen. 

Angesichts der dramatischen Lage plant MISEREOR, die Not- und Wiederaufbauhilfe auszuweiten.