Mission lebt: Benedikt XVI. empfängt Generalobere von 21 Missionsgesellschaften Apostolischen Lebens

Das Opfer ist das Erkennungsmerkmal des missionarischen Geistes

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ROM, 16. November 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. empfing am Freitagvormittag rund 100 Generalobere von verschiedenen Missionsgesellschaften Apostolischen Lebens. Die Generaloberen waren auf Einladung der Kongregation für die Evangelisierung der Völker nach Rom gekommen, um sich auszutauschen. Es handelte sich um die erste Begegnung dieser Art.



Der Papst erklärte in seiner Ansprache, dass ihr Treffen ein beredtes Zeugnis für die Vitalität der Berufung der Kirche zur Mission sowie für den Geist der Gemeinschaft der Missionsgesellschaften darstelle. Der Heilige Vater betonte, dass im Bereich der hierarchischen Einheit des Leibes Christi die Gemeinschaft mit den Nachfolgern der Apostel Kriterium und Garant für die Fruchtbarkeit der gesamten missionarischen Tätigkeit sei.

„Für die Gemeinschaft im Glauben der Kirche sind Hoffnung und Liebe Zeichen der Vorwegnahme jener Einheit und jenes Friedens, die im Plan Gottes in Christus für die ganze Familie der Menschheit stehen“, so Benedikt XVI.

Der Papst erinnerte seine Gäste daran, dass eines der vielversprechendsten Zeichen für eine Erneuerung des Bewusstseins der missionarischen Dimension der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten der wachsende Wunsch zahlreicher Laien gewesen sei, an der „missio ad gentes“ mitzuwirken. Diese Mission sei, wie das Zweite Vatikanische Konzil festhält, eine grundlegende Pflicht, die das ganze Gottesvolk betrifft.

Angesichts der Bedeutung des Beitrages der Laien am Missionswerk der diversen Gesellschaften müssten die Formen der Kooperation von spezifischen Statuten reguliert werden, die die kanonische Identität jedes Instituts respektieren.

Benedikt XVI. würdigte das Engagement der Missionare, die heute wie ehemals ihre Familien mit dem Ziel verlassen, die Frohbotschaft zu verkünden und Christus in ihren Brüdern und Schwestern zu dienen. „Viele von ihnen haben auch in unserer Zeit ihre Verkündigung heldenhaft mit dem Vergießen ihres Blutes bezeugt und einen Beitrag geleistet, um die Kirche in fernen Ländern zu gründen.“

Auch wenn sich bei jungen Menschen, die sich von den Missionsgesellschaften angezogen fühlen, ein gewisser Rückgang bemerkbar mache, stehe die „missio ad gentes“ noch an ihrem Anfang, bekräftigte Benedikt XVI. abschließend.