Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien gründen Niederlassung auf Kuba

Auf Bitte des Erzbischofs von Havanna, Jaime Kardinal Ortega

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SANKT OTTILIEN, 10. März 2008 (ZENIT.org).- Der Kongregationsrat der Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien hat während seiner Frühjahrstagung in Damme im Oldenburger Münsterland beschlossen, noch in diesem Jahr eine benediktinische Niederlassung in Kuba zu gründen, teilte der Präses der Kongregation, Erzabt Jeremias Schröder OSB, mit. Auf Bitte des Erzbischofs von Havanna, Jaime Kardinal Ortega y Alamino, werden vorerst vier Mitbrüder aus verschiedenen Klöstern der Kongregation nach Kuba ausgesandt, um die Gründung vorzunehmen.

Kardinal Ortega verspricht sich eine Einrichtung, die geistliche Impulse in die Gesellschaft ausstrahlt. Er wünscht sich ein Zentrum, in das die Menschen kommen, um ihren Glauben zu vertiefen, und das Pfarrern und Ordensmitgliedern die Möglichkeit zu geistiger Festigung bietet. Dabei sollen der in benediktinischer Gemeinschaft gelebte Alltag und die im benediktinischen Geist gefeierte Liturgie vorbildhaft wirken („ora et labora – bete und arbeite“). Die Gemeinschaft versteht sich aber auch als missionarisch. In diesem Sinn wird sie sich dafür einsetzen, dass der christliche Glaube in einem zum Teil sehr säkularisierten Land neue Kraft erhält.

Erzabt Jeremias freut sich über die neuen Möglichkeiten in Kuba: „Die Rolle der Kirche in der Gesellschaft wird nun auch in Kuba nicht mehr abgelehnt, sondern wieder wertgeschätzt. Es ist dem Kardinal gelungen, eine vernünftige Ebene der Verständigung mit der Regierung zu erreichen. So hat sich der Umgang mit der Kirche in Kuba deutlich verbessert, ja, man kann sagen: ,liberalisiert’. Das hängt auch mit dem Besuch von Papst Johannes Paul II. im Januar 1998 zusammen. Ein weiterer Impuls war sicherlich auch der Besuch von Kardinal Tarcisio Bertone anlässlich des zehnten Jahrestages des Papstbesuchs in diesem Frühjahr.“

Man habe, so der Erzabt weiter, nach dem Besuch des Papstes erkannt, wie stark die katholische Kirche in Kuba noch immer sei: „Das hat beim Regime einige Überraschungen ausgelöst. Und ich hoffe, dass der Prozess der Öffnung nun weitergeführt wird. Es gibt sogar Unterstützung seitens der Regierung für unsere Gründung in Kuba, so beispielsweise im Abbau bürokratischer Hindernisse."