Mit dem hl. Philipp Neri durch den Advent: Eine Richtschnur für jeden Tag im Jahr des Glaubens

Neue Kleinschrift mit den Maximen des hl. Philipp Neri für jeden Tag im Jahr rechtzeitig zum Beginn des neuen Kirchenjahres erschienen!

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ROM/WIEN, 30. November 2012 (ZENIT.org). - „Der hl. Philipp ist einer meiner vertrautesten Heiligen, dessen Namen mit so vielen guten Erinnerungen meines geistlichen Lebens verbunden ist. Ich liebe und verehre den hl. Philipp in besonderer Weise, ihm empfehle ich mich voll Vertrauen“. Diese Worte schrieb der junge Subdiakon Angelo Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII., in sein geistliches Tagebuch, nachdem er anlässlich des Philippsfestes dem feierlichen Hochamt in der römischen Oratoriumskirche beigewohnt hatte. Und nicht nur dem seligen Papst Johannes XXIII., sondern vielen Generationen von Gläubigen bis in die heutigen Tage war und ist der hl. Philipp Neri ein zuverlässiger Lehrer des geistlichen Lebens.

Die Maximen des hl. Philipp Neri (1515-1595) wollen einladen, sich von den geistlichen Leitgedanken des Gründers des Oratoriums Tag für Tag führen zu lassen. Es handelt sich dabei um kurze Sinnsprüche, die durch ihre einfache Sprache und praktische Dimension die Nachfolge Christi im Alltag erleichtern wollen. Ohne dabei das rechte Maß aus den Augen zu verlieren, führen sie den Beter zu jener innerlichen Freiheit die für die Vereinigung mit Christus unerlässlich ist. In Philipps Worten: „Man wird nicht in vier Tagen heilig, aber nach und nach, von Stufe zu Stufe“.

Die Maximen gehen auf Philipps eigene geistliche Erfahrungen zurück. Sie nähren sich aus seinem Gebet und seinem Studium der hl. Schrift und den Werken der geistlichen Väter (Johannes Cassian u.a.). In der Seelenführung hat er sich immer wieder einzelner dieser Aussprüche bedient, die später von seinen geistlichen Kindern zusammengetragen wurden. Andere Weisungen wurden der spärlichen Briefkorrespondenz des Heiligen entnommen.

Leseprobe – die Maximen des hl. Philipp Neri für die 1. Adventwoche 2012:

2.12. Wenn wir zur Beichte gehen, sollten wir überzeugt sein, in unserem Beichtvater Christus zu finden.

3.12. Gib mir zehn Menschen, die von der Welt wirklich losgelöst sind, und ich habe die Stirn zu behaupten, ich könnte die Welt mit ihnen bekehren.

4.12. Wer oft die hl. Kommunion empfängt, wie es gut ist, der bringt reiche Frucht hervor: Demut, Geduld und alle anderen Tugenden.

5.12. Wer zur Beichte geht, sollte dies nicht aus vergänglichen Grün­den tun, um z.B. Almosen o.ä. zu bekommen.

6.12. Wir sollten anmaßenden Menschen keine Aufmerksamkeit schenken, ungeachtet der Tugenden, die sie haben mögen.

7.12. Der Heilige Geist sagt von den Prälaten und Pfarrern: Wer auf seine Oberen hört und ihnen gehorcht, hört und gehorcht mir. Wer sie aber verachtet, verachtet mich und ist mir ungehorsam.

8.12. Wer Gott dient und sicher durch alle Fallstricke auf seinem Weg kommen will, sollte die seligste Jungfrau als Fürsprecherin bei ih­rem Sohn haben.

9.12. Der Kranke darf sich ruhig wünschen gesund zu werden, vorausgesetzt, er besiegelt seinen Wunsch mit einem: „Wenn es Gott gefällt“, oder „Wenn es gut für meine Seele ist“. Wir können nämlich viele gute Dinge tun, wenn wir gesund sind, von denen uns aber die Krankheit abhält.

Buchtipp:

Eine Richtschnur für jeden Tag. Die Maximen des hl. Philipp Neri. Hrsg. von Markus Dusek und P. Paul Bernhard Wodrazka C.O., Dominus Verlag Augsburg 2012. 36 Seiten. DIN lang. Geheftet. ISBN 978-3-940879-27-1, Preis: 1,50 €

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