Mit dem Tag der Behinderung bereitet sich Kirche in England auf Olympische Spiele vor

Internationale Konferenz untersucht Rolle der Behinderungen im christlichen Leben

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LONDON, 13. Juli 2012 (ZENIT.org).- Wenige Wochen vor Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 2012 in London hat die katholische Kirche in England und Wales eine internationale Konferenz und einen nationalen Tag der Behinderung abgehalten, um getreu den Worten von Johannes Paul II. zu zeigen und zu bezeugen, dass „der Leib die Fähigkeit besitzt, Gottes tiefsten Hauch zu offenbaren“.

Die Konferenz mit dem Titel „Everybody has a Place“ („Jeder hat einen Platz“) und der nationale Behindertentag unter dem Motto „Now is the time to be friends“ („Jetzt ist es an der Zeit, Freunde zu sein“) stellen einen Versuch dar, die Bandbreite der menschlichen Begabungen auszuloten, indem sie sich mit Themen aus den Bereichen Behinderung, Theologie und Sport befassten.

Die Hauptkonferenz in London wurde von 160 Teilnehmern besucht, darunter auch Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen.

Der Erzbischof von Southwark, Peter Smith, eröffnete die Konferenz.

Das Ereignis wurde u.a. von den Knights of Columbus gesponsert, die bei dieser Gelegenheit ihren Film „Healing Haiti’s Children“ präsentierten. Der Film zeigt, wie auf Haiti mit Hilfe des Fußballspiels Erwachsenen und Kindern, die im Januar 2010 vom Hurrikan betroffen wurden, geholfen wird, ihren sozialen Status zurückzugewinnen.

Cristina Gangemi, Beraterin für Behindertenfragen der katholischen Kirche in England und Wales, bezeichnete die Paralympischen Spiele als ein „christologisches Event“. „Die Paralympischen Spiele“, erklärte sie „zeigen uns, was Christus von uns allen erwartet: einen Menschen, jenseits seiner körperlichen Dimension, mit all seinen Möglichkeiten zu sehen und ihn in eine Gesellschaft einzufügen, in der seine Behinderung verschwindet. Die Paralympischen Spiele verwirklichen die Theologie des Leibes, von der Johannes Paul II. schrieb, der selber viel von Sport hielt. Er war immer fit, pflegte körperliche Betätigung und ließ sich im Sport vom Geiste führen. Indem er persönlich auch körperliche Behinderung erlebte, bewies er, dass es eine Kontinuität zwischen Gesundheit und Krankheit gibt und, dass man den Leib in all seinen Phasen achten und ehren muss“.

[Übersetzung des englischen Originals von Alexander Wagensommer]