„Miteinander für Europa“: Engagierte Christen verschiedener Konfessionen treffen sich in Stuttgart

Gemeinsame Veranstaltung von 180 verschiedenen christlichen Gemeinschaften

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FRIEDBERG, 25. Januar 2007 (ZENIT.org).- 180 christliche Gemeinschaften und Bewegungen, die in Europa und anderen Teilen der Welt verbreitet sind, laden unter dem Motto Miteinander für Europa am 12. Mai 2007 zu einer Großveranstaltung nach Stuttgart in die Hanns-Martin-Schleyer-Halle ein.



Am Vormittag werden Andrea Riccardi, Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, Chiara Lubich, Gründerin der Fokolar-Bewegung, und Ulrich Parzany, ehemaliger Generalsekretär des CVJM Deutschland, zu Wort kommen und ihre Sicht der Herausforderungen und Chancen in Europa skizzieren. Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und Bischof Wolfgang Huber Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, werden ebenso wie Erzbischof Anastase Yanulatos als Vertreter der Orthodoxie aus Albanien und ein Repräsentant der Freikirchen an einem Podiumsgespräch teilnehmen und dabei erklären, was sie sich vom Miteinander der Bewegungen erwarten.

Der Nachmittag des 12. Mai steht dann im Zeichen von Initiativen, Projekten und Lebenszeugnissen zu fünf ausgewählten Themenbereichen: Familie, Arbeit und Wirtschaft, Arme und Benachteiligte, Frieden und Gerechtigkeit und die Stadt.

Die Schirmherrschaft der ökumenischen Begegnung haben Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso übernommen.

Die Veranstaltung soll nach einer gestern veröffentlichten Presseerklärung der Fokolar-Bewegung ein „Baustein für mehr Integration“ sein und „besonders den Beitrag der Christen für Europa sichtbar machen“. Konkret gehe es „um das Engagement im Bereich von Jugend und Familie ebenso wie um Netzwerke von Politikern verschiedener Parteien und Unternehmern, die sich auf der Basis christlicher Werte gemeinsam engagieren“. Somit werde das Anliegen aufgegriffen, das auch von Bundeskanzlerin Merkel vor dem EU-Parlament vertreten worden sei: „Was Europa im Innersten zusammenhält, so Merkel, seien Erfahrungen von Freiheit und Toleranz, aber auch von Verantwortung.“

Das erste ökumenische Treffen dieser Art in Stuttgart fand bereits im Mai 2004 statt. Die Teilnehmer kamen damals vor allem aus dem evangelischen und katholischen Umfeld sowie aus den Freikirchen. Nun hat sich das Spektrum nach Angaben der Fokolar-Bewegung auch um Christen aus dem orthodoxen und anglikanischen Raum erweitert.

Nachdem die erste Begegnung der Bewegungen und Gemeinschaften als ein „Meilenstein für die Ökumene“ gewertet wurde, soll auch diesmal von Stuttgart aus ein ermutigendes Signal an die Politik und die Gesellschaft in Europa ausgehen.

Die Initiative „Miteinander für Europa“ ist ein internationales Netzwerk von rund 180 christlichen Bewegungen und Gemeinschaften aus ganz Europa. Sie entstand 1998 und verbindet evangelisch-lutherische, katholische, anglikanische, evangelisch-reformierte und orthodoxe Christen ebenso wie Mitglieder von Freikirchen und neuen Gemeinden. Grundlage der Zusammenarbeit sind die Werte, die zum Entstehen Europas beigetragen haben, wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität sowie der Wunsch nach Einheit der Christen.