Modefotograf dreht Film über Ordensschwestern

Dokumentarfilm über das Leben kontemplativer Benediktinerinnen: "eine unglaubliche Erfahrung"

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LONDON, 28. September 2011 (Zenit.org). - Ein ehemaliger Mode- und Schönheitsfotograf hat einen 90-minütigen Dokumentarfilm über das Leben kontemplativer Benediktinerinnen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Film „Tyburn Convent Gloria Deo“ versetzt die Zuschauer in die Lebenswelt von neun Klöstern des Ordens, beginnend mit dem Mutterhaus in England bis hin zu den Klöstern Ozeaniens und Südamerikas.

Der Orden wurde im Jahre 1903 in der Nähe von Marble Arch in London gegründet; genau an dem Ort, wo Dutzende von katholischen Märtyrern während der protestantischen Reformation getötet wurden.

Michael Luke Davies, der Schöpfer des Werkes, und Mutter Xavier McMonagle, Generaloberin der Tyburner Ordensschwestern, stellten den Dokumentarfilm am vergangenen Donnerstag vor.

„Von der Schönheit dessen, was ich filmte, war ich oft zu Tränen gerührt“, erklärte Davies. „Was ich drehen konnte, hat meine Erwartungen übertroffen. Es war eine unglaubliche Erfahrung, die ich für den Rest meines Lebens nie vergessen werde. Die Dinge, die ich gesehen habe, und die Momente, die ich mit diesen wundervollen religiösen Menschen geteilt habe, werde ich immer in mir lebendig halten.“

Die Tyburner Ordensschwestern, Anbeterinnen des Heiligsten Herzens Jesu von Montmartre, sind ein in Klausur lebender, kontemplativer Orden der Benediktinerinnen. Die Aufgabe der Kongregation besteht in der Verherrlichung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, was seinen praktischer Ausdruck in der täglichen Messe, dem feierlichen Chorgebet, der ewigen Anbetung, dem täglichen Gebet für den Heiligen Vater, die Kirche, das Land und die gesamte Menschheitsfamilie findet.

Die Ordensgemeinschaft der Tyburner Schwestern wurden von Mutter Marie Adele Garnier gegründet.

Die Geschichte der im Jahre 1838 geborenen Mutter Marie Adele ist eng mit der heiligen Margareta Maria Alacoque verbunden, einer Ordensschwester des 17. Jahrhunderts, deren Jesusvisionen schließlich den Bau der Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre in Paris im späten 19. Jahrhundert und die Herz-Jesu-Verehrung veranlassten.

Als Marie Adele Garnier im Jahre 1872 von dem Vorhaben des Baus der Basilika hörte, erklärte sie, dass sie in ihrem Inneren die Botschaft erhalten habe: "Dort ist es, wo ich dich als Opfergabe haben möchte." Zwischen 1876 und 1897 schloss sich eine kleine Gruppe von Frauen Marie Adele Garnier auf dem Montmartre an. Sie lebten in Anbindung an die Basilika und im ständigen Gebet, Tag und Nacht, vor der Eucharistie.

Allerdings mussten sie den Montmartre verlassen, als die französische Regierung das Gesetz über die Organisationen verabschiedete, das die Auflösung aller nicht vom Staat anerkannten religiösen Orden vorsah.

Mutter Marie Adele machte sich also im Jahr 1901 auf den Weg nach Notting Hill, London. Dort war eines der ersten Dinge, die sie tat, die Bestellung von viereinhalb Liter Bier; ein vielleicht heiterer Versuch, sich in das Leben und die Bräuche eines für die Schwestern neuen Landes zu integrieren.

Die Schwestern fanden ihr Mutterhaus am Marble Arch. Hier wurde sie darüber aufgeklärt, dass das Haus nur 100 Meter vom ehemaligen Tyburn Tree liegt, d.h.tatsächlich auf dem Gelände des englischen „Montmartre“, dem Hügel der Märtyrer.

Bestellung des Dokumentationsfilms „Tyburn Convent Gloria Deo“ bei Mutter Hildegarde, (E-Mail) oder schriftlich: Tyburn Convent, 8 Hyde Park Place, London W22LJ.

Reproduktionen der DVD werden bald auch zum Kauf in den katholischen Buchhandlungen angeboten.

[ZENIT-Übersetzung aus dem Englischen]