Molise in Erwartung des Papstes

Reise steht kurz bevor

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 336 klicks

Am kommenden Samstag, dem 5. Juli, wird Papst Franziskus zu einer eintägigen pastoralen Reise in die Diözesen Campobasso und Isernia aufbrechen, wo ihn ein intensives Programm erwartet.

Molise ist nach dem Aostatal eine der kleinsten Regionen Italiens und besteht aus den Provinzen Campobasso und Isernia, die Hauptstadt ist Campobasso. ln der Region leben in 137 Kommunen etwa 320.000 Einwohner. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zu anderen Regionen hoch und doch ist auch hier die sozial-wirtschaftliche Depression deutlich zu spüren. So liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 30%, was zum einen zu einer hohen Abwanderung junger Menschen führt oder aber zu einer vollkommenen Abhängigkeit von der Familie und zu Hoffnungslosigkeit. Die Produktion der Region teilt sich in vier große Sektoren auf: Autoherstellung, Landwirtschaft, Milchwirtschaft und Herstellung von Mozzarella und die Stoffherstellung, wo sich das Handwerk mit der industriellen Produktion internationaler Firmen vereint. Alle Sektoren sind von der Krise betroffen und es stellt sich als schwierig dar, die Ressourcen neu zu nutzen, um so neue Wege aus der Krise zu finden. Ein weiteres Problem der Region Molise ist die periphere Lage am Rand der Hauptkommunikationsachsen Italiens und dass es wenig für den Tourismus erschlossen ist, ein weiterer Wirtschaftszweig, der aus der Krise helfen soll.

Vor Ort wird der Besuch des Papstes ungeduldig erwartet, die Bevölkerung stützt all ihre Hoffnungen darauf, dass der Besuch des Oberhaupts der katholischen Kirche ein Zeichen setzen werde, um die Aufmerksamkeit auf die Schönheit, aber auch die Probleme der Region zu lenken.