„Monat der Weltmission“: Rund 300 Veranstaltungen in ganz Deutschland

Motto: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet die Frohe Botschaft“

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AACHEN, 1. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Mit einem feierlichen Pontifikalamt im Hohen Dom zu Aachen hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Sonntag die missio-Kampagne zum „Monat der Weltmission“ eröffnet. Unter dem Motto „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet die Frohe Botschaft“ finden bundesweit rund 300 Veranstaltungen statt, an der Projektpartner der Päpstlichen Missionswerke aus Afrika, Asien und Ozeanien teilnehmen.



„Missionarisch Kirche sein heißt, für Friede und Gerechtigkeit eintreten und für die Beendigung aller Konflikte. Dazu ist es auch wichtig, dass wir hier Waffenexporte kontrollieren und wir uns einsetzen, dass unsere Politik eine Politik für Gerechtigkeit und Friede auf der ganzen Welt wird“, bekräftigte Erzbischof Schick in Anwesenheit von zahlreichen Gästen aus der Weltkirche.

In seiner Predigt ging Erzbischof Schick auf die Situation in jenen 100 Ländern ein, in den „missio“ die Ortskirche mit Spenden aus Deutschland unterstützt. „Lazarusse, die arm, krank und missachtet und vergessen vor der Tür der Reichen liegen, gibt es millionenfach in unserer Welt. Sie warten auf den liebenden, solidarischen Menschen.“ Besonders dachte Erzbischof Schick an die Situation im Sudan, Simbabwe und Birma.

Zum 175. Jubiläum von „missio“ erklärte der Vorsitzende der bischöflichen Kommission „Weltkirche“: „Dieses Jubiläum will dankbar zurückschauen auf die Mission und die Eine-Welt-Arbeit durch missio Aachen.“ Auch in Zukunft sollte dieses Werk dazu beitragen, dass die Kirche wachse. Denn auch für sie gelte: „Wenn sie nicht wächst, geht sie ein, wenn sie nicht lebt, stirbt sie.“

Im Montag Oktober will „missio“ in ganz Deutschland Einblick in die weltweite Missionstätigkeit der katholischen Kirche geben. In einem Pressegespräch präsentierte missio-Präsident P. Hermann Schalück ofm am vergangenen Mittwoch das Anliegen dieser Kampagne zum Monat der Weltmission.

Angesichts der weltweiten Herausforderungen von Armut, Ungerechtigkeit, Verletzung der Menschenwürde und Aids habe die christliche Mission besondere Verantwortungen, hob der Priester hervor. „In einer globalisierten Welt ist die Botschaft von Wert und Würde aller Menschen aktueller denn je. Mission heißt, diese gute Nachricht mit anderen zu teilen. Mission ist Befreiung.“

Der bundesweite Abschluss der Kampagne wird vom 26. bis zum 28. Oktober in Eichstätt begangen. Die Spenden und die Kollekte am Sonntag der Weltmission, dem 28. Oktober, sind für die ärmsten Diözesen der Weltkirche bestimmt.

Das Internationale Katholische Missionswerk „missio“ unterstützt die katholische Kirche in über 100 Ländern in Afrika, Asien und Ozeanien, insbesondere durch die Ausbildung kirchlicher Mitarbeiter. In mehr als 2.700 Projekten finanziert „missio“ zudem den Aufbau der kirchlichen Infrastrukturen, damit Menschen sich treffen und ihren Glauben miteinander teilen können.