Mönch nach 17 Jahren Gefängnis freigelassen

Jigme Gyatso forderte Freiheit für Tibet

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 643 klicks

Ein Jahr vor Ablauf der Freiheitsstrafe ließen die kommunistischen Autoritäten den 52jährigen Mönch Jigme Gyatso frei, wie AsiaNews berichtet. Gyatso hatte die Freiheit Tibets gefordert und war deshalb 1996 wegen konterrevolutionärer Aktivitäten zu einer Gefängnisstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Als Hauptvergehen wurde ihm die Gründung eines Vereins für die tibetanische Freiheitsbewegung angelastet, die die kulturelle und religiöse Autonomie der Region forderte. Die Strafe Gyatsos wurde 2004 um weitere drei Jahre verlängert, weil er im Gefängnis „Langes Leben dem Dalai Lama“ gerufen hatte. Da sich der Gesundheitszustand des Mönchs deutlich verschlechtert hatte, entschloßen sich die Autoritäten zu einer frühzeitigen Entlassung statt bis zum März 2014 zu warten. Während der Inhaftierung erlitt Gyatso körperliche Mißhandlungen, unter deren Folgen er heute noch leidet.

Nach der Freilassung aus dem Gefängnis in Chushul bei Lhasa ist Jigme Gyatso in seine Heimatstadt Sangchu in der Provinz Gansu zurückgekehrt.