Montfort-Missionare haben einen neuen Generaloberen

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ROM, 20. Mai 2005 (ZENIT.org).- Zum ersten Mal hat das Generalkapitel der Montfort-Missionare (SMM) einen Italiener zum Generaloberen ihres Ordens gewählt.



Der 59-jährige Montfortanerpater Santino Brembilla, der die Ordensgemeinschaft, die auch unter dem Namen "Gesellschaft Marias" bekannt ist, die kommenden sechs Jahre leiten wird, wurde in Stezzano (Italien) geboren und 1971 zum Priester geweiht. 1979 ging er nach Peru in die Mission, wo er bis zuletzt gewirkt hat.

Vor den Mitgliedern des Generalkapitels in Rom hob der neue Generalobere hervor, dass es notwendig sei, "das Leben und den Missionsauftrag als Geschenk Gottes zu empfangen und ihm zu entsprechen, indem man sich voller Kreativität den Herausforderungen unserer Zeit stellt".

In seiner neuen Tätigkeit wird Pater Brembilla SMM von vier neu gewählten Generalassistenten unterstützt, von Pater Olivier Maire (Frankreich), Pater Donald Lasalle (USA), Pater Joseph Philor (Haiti) und Pater Mathieu Jenniskens (Niederlande).

Die Gesellschaft Marias (Montfortaner Patres) gehört mit rund 1.000 Mitgliedern in 37 Ländern in allen Kontinenten zu den kleineren Ordensgemeinschaften der Kirche. Ihr Gründer ist der französische Heilige Ludwig-Maria Grignion von Montfort (1673, Montfort-sur-Meu -1716, Saint-Laurent-sur-Sèvre), dem Papst Klemens XI. 1706 den Titel eines Apostolischen Missionars verliehen hatte. Bis zu seinem Tod predigte der große Marienverehrer bei mehr als 200 Volksmissionen im Westen Frankreichs. Papst Pius XII. hat ihn am 20. Juli 1947 heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 28. April.

Die marianische Schrift "Abhandlung über die wahre Hingabe an Maria" von Ludwig-Maria Grignion von Montfort wurde zum marianischen "Bestseller" und ist in über 40 Sprachen übersetzt worden. Im deutschen Sprachraum sind die Hauptschriften des Heiligen im "Goldenen Buch" verbreitet.

Die Montfortaner feiern in diesem Jahr ihr 300-jähriges Bestehen.