MOVE 2012: Der Heilige Geist weht durch Regensburg

Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger

| 1142 klicks

ROM, 4 Juni 2012 (ZENIT.org). – Das VII. Weltfamilientreffen in Mailand war an diesem Wochenende nicht das einzige große Glaubensfest. Zahllose Familien und vor allem Jugendliche strömten nach Regensburg, zur „MOVE“. Die „MOVE“ 2012 fand dieses Jahr zum Thema: „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ statt und ging gestern zu Ende. Sie war ein Fest des Glaubens, ein katholisches Treffen für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene und fand bereits zum zehnten Mal in Deutschland statt, organisiert von der Apostolatsbewegung „Regnum Christi“.

Das Treffen sollte vor allem „Spiritualität, christliche Gemeinschaft und Glaubensvertiefung“ vermitteln, unter anderem durch Vorträge, Seminare, Präsentationen und Spiel und Spaß. Vertieft wird dabei insbesondere das Engagement als Christ in Gesellschaft und Pfarrei.

Weihbischof Reinhard Pappenberger leitete das große Treffen mit einer Heiligen Messe am Freitagnachmittag ein. In seiner Predigt erklärte er: „MOVE – Bewegung kommt immer von Gott her“. Etwa 500 Gläubige kamen zur „Alten Kapelle“, um an der Messe teilzunehmen. An gleicher Stelle hatte der Weihbischof vor drei Jahren vier Ordensmänner der Legionäre Christi zu Diakonen geweiht. Nun standen zwei von ihnen, der US-Amerikaner P. William Webster LC und der gebürtige Frankfurter P. Martin Baranowski LC neben ihm als Priester am Altar. P. Martin und P. William waren ein halbes Jahr nach der Diakonweihe im Dezember 2009 zusammen mit anderen 57 Legionären Christi in Rom zu Priestern geweiht worden.

In seiner Predigt nahm Weihbischof Pappenberger vor allem auf den Tagesheiligen Justin und das Motto der MOVE, „Wo Gott ist, da ist Zukunft“, Bezug. Der hl. Justin, Philosoph und Märtyrer, symbolisiere in besondere Weise die Kraft des mutigen Bekennens und Glaubenszeugnisses am Anfang der Kirche. Bestens vertraut mit den Nöten und der Gedankenwelt seiner Zeit, war seiner Bekehrung zum Christentum eine lange Periode des intensiven Suchens nach der Wahrheit vorausgegangen. Ein Schlüsselerlebnis sei dabei der Überlieferung nach die Aufforderung eines Weisen an ihn gewesen: „Öffne die Tore dem Licht!“. 

Justin verdanken wir heute die erste erhaltene öffentliche Verteidigung des Christentums. „Nur wenn wir Gottes Licht in uns hineinlassen, kann die Erde hell und menschlich sein“, knüpfte Weihbischof Pappenberger daran an. Und mit den Worten Benedikts XVI. aus seiner Ansprache an die Jugendlichen im letzten Jahr in Freiburg fuhr er fort: „Denkt daran: Licht kann es nur geben, wenn sich jemand wie eine Kerze verzehren lässt.

Licht wird sie nur, wenn sie sich verzehren lässt.“ Der Weihbischof schloss seine Predigt, indem er die anwesenden Gläubigen und Mitglieder der Apostolatsbewegung Regnum Christi an folgenden Aufruf des Papstes erinnerte: „Fürchtet nicht, ihr könntet etwas verlieren und sozusagen am Ende leer ausgehen. Habt den Mut, eure Talente und Begabungen für Gottes Reich einzusetzen und euch hinzugeben – wie das Wachs einer Kerze – damit der Herr durch euch das Dunkel hell macht!“. Am Ende übermittelte Pappenberger den Anwesenden die Grußworte von Diözesanbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie in der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn und in seiner erlösenden Frohbotschaft die Kraft und Zuversicht finden, sein Licht mit Begeisterung in ihre Familien und Pfarrgemeinden zu tragen. Ich bin dankbar für den positiven Beitrag, den das Regnum Christi dazu in unserer Diözese leistet“.