Msgr. Mamberti bei der Internationalen Atomenergie-Organisation

Sorge um den Mittleren Osten wächst, Mamberti fordert Abrüstung von Nuklearwaffen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 398 klicks

Auf der 57. Generalsversammlung der Internationalen Atomenergie-Organisation am vergangenen Dienstag in Wien forderte Msgr. Dominique Mamberti, Sekretär des Vatikans für die Beziehungen mit den Staaten, die Abrüstung der Nuklearwaffen. Er äußerte sich besorgt über die Situation im Mittleren Osten und ermutigte die Verhandlungen bezüglich des Nuklearprogramms im Iran.

Mamberti überbrachte den Teilnehmern die Grüße von Papst Franziskus und erinnerte an den 50. Jahrestag des „Pacem in Terris“ von Johannes XXIII. Er unterstrich, dass die globale Sicherheit nicht von nuklearen Waffen abhängen dürfe. Es müsse eine weltweite Einigung geben, so wie eine Realisierung des Atomwaffensperrvertrags. Aus der Sicht Mambertis müsse die internationale Gemeinschaft der Abrüstung von Nuklearwaffen erneut Nachdruck verleihen. Die Abrüstung und der Sperrvertrag seien auch aus humanitärer Sicht fundamental.

Er führte fort, der Heilige Stuhl sei über die Entwicklungen im Mittleren Osten zutiefst besorgt. Gleichzeitig versicherte er die uneingeschränkte Unterstützung bei der Schaffung eines nuklearfreien Raumes sowie einer Abrüstung aller Waffen, die der Massenvernichtung dienten. Die von Nuklearwaffen freien Zonen seien das beste Beispiel für Vertrauen und Sicherheit. Sie drückten aus, dass Friede und Sicherheit ohne Nuklearwaffen möglich seien.

Abschließend ging Msgr. Mamberti auf die Entwicklungen der Verhandlungen zum Nuklearprogramm des Iran ein. Der Heilige Stuhl sei überzeugt, dass die aktuellen Schwierigkeiten mit Hilfe diplomatischer Institutionen überwunden werden könnten und müssten, wobei die Hindernisse bewältigt werden müssten, die gegenseitiges Vertrauen verhinderten. In diesem Zusammenhang ging Mamberti ebenfalls auf die Atomenergie ein, die, so sagte er, nur in friedvoller und sicherer Weise verwendet werden dürfe.

(Die vollständige Rede kann man hier in englischer Sprache nachlesen)