Msgr. Tomasi auf der Versammlung des ECOSOC

Technologische Entwicklungen müssen ethisch verantwortlich eingesetzt werden

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 381 klicks

Auf der Versammlung des ECOSOC (Economic and Social Council) am vergangenen Mittwoch sprach Msgr. Silvano Maria Tomasi von einer ethisch vertretbaren Technologie, die die ärmsten Länder der Welt unterstütze. Tomasi ist dauerhafter Beobachter des Heiligen Stuhls an der UNO in Genf und sprach auf der Versammlung des ECOSOC zu dem Thema „Wissenschaft, Technologie, Innovation und das Potenzial der Kultur für die Förderung einer menschlich vertretbaren Entwicklung“.

Er sagte, die technologischen Entwicklungen seien zu einer moralischen Komponente geworden. Fälschlicherweise sei es so weit gekommen, dass die Entwicklung der Völker ausschließlich als ein technologisches Phänomen angesehen werde. Dies sei an die Entwicklung des Wirtschaftsmarktes gekoppelt und an die Produktivität eines Landes. Er betonte, dass ein ausschließlich ökonomischer und technologischer Prozess der Problematik jedoch nicht gerecht werde, da die Entwicklung alle Bereiche des Menschen und seiner Umwelt einbeziehen müsse. Wirtschaftliche und technologische Prozesse müssten mit dem Gemeingut in Einklang gebracht werden. Die Entwicklung solle auf drei Pfeilern basieren, so Tomasi: Ökonomie, Umwelt und Soziales. So könne man einen effizienten Weg finden, um die Armut zu bekämpfen, und um das Leben der Weltbevölkerung zu verbessern.

Am Ende seiner Ausführungen unterstrich Tomasi die Bedeutung der Kultur für eine solche Entwicklung. Ohne Kultur habe kein menschliches Wesen Zugang zu Begriffen wie Freiheit, Wort und Verstand. Aus diesem Grund sei es notwendig, dass die Beziehungen zwischen Kultur und Entwicklung dialektisch und nicht deterministisch angesehen werden. Die Kultur sei eine strategische Ressource für eine menschlich effiziente Entwicklung, die die Würde des Menschen, seine individuelle, soziale und politische Freiheit, so wie die Menschenrechte garantiere.