München und Freising: Gastpriester aus 24 Ländern vertreten Pfarrer im Urlaub

Hundert Geistliche kommen im Sommer ins Erzbistum und machen Weltkirche erlebbar

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) Redaktion | 302 klicks

In den Ferienmonaten kommen gut 100 Priester aus 24 Ländern Europas, Afrikas und Asiens in die Pfarreien des Erzbistums München und Freising und übernehmen als Vertretungen die Aufgaben der örtlichen Priester, damit diese in den Urlaub gehen können. Auch knapp 200 Priester aus Deutschland sind im Sommer in Oberbayern als Vertretungen tätig. Sie feiern Gottesdienste, spenden Sakramente und halten Beerdigungen. Die Gemeindemitglieder, die die Geistlichen offen und gastfreundlich aufnehmen, erleben auf diese Weise ein Stück Weltkirche in der eigenen Pfarrei.  

Der Großteil der ausländischen Priester stammt aus Europa, insbesondere aus Polen. Zahlenmäßig folgen Geistliche aus Indien und Nigeria. Unter den Urlaubsvertretungen sind auch Priester aus Syrien, Irak und China. Ihre Zeit in den Pfarrgemeinden des Erzbistums eröffnet den ausländischen Priestern die Gelegenheit, das Leben und die Menschen in einer deutschen Pfarrgemeinde kennen zu lernen, ihre Deutschkenntnisse zu erweitern, neue Erfahrungen in der Seelsorge und in verschiedenen Kulturkreisen zu sammeln. Viele der Priester aus Afrika und Asien studieren in Rom oder in anderen europäischenStädten. Die Priester aus Deutschland sind meist studierende Priester aus anderen Diözesen oder Ruhestandspriester.
 
In manchen Fällen kommen die Geistlichen schon seit vielen Jahren in die gleiche Pfarrei als Urlaubsvertretung und konnten so schon freundschaftliche Beziehungen zu den Gemeinden entwickeln. Aus vielen Pfarreien wird von einer Bereicherung durch die Geistlichen aus anderen Ländern und Kontinenten berichtet, so würden fremde Kulturen und oft auch andere Formen der Religiosität vermittelt werden. 
 
Für eine Urlaubsvertretung können sich die ausländischen Priester im Erzbischöflichen Ordinariat bewerben, Voraussetzung sind ausreichende Deutschkenntnisse. Die Aushilfstätigkeit, die meist drei oder vier Wochen dauert, lässt sich auch für die Gastpriester gut mit Erholung und Entspannung verbinden, denn in den Pfarreien ruhen in der Ferienzeit viele Aktivitäten. (ck)

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising, 07.08.2014)