Münchener Ausstellung berichtet von Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden

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MÜNCHEN, 15. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Am Donnerstag wird Kardinal Friedrich Wetter, Diözesanadministrator für die Erzdiözese München und Freising, in der ehemaligen Karmeliterkirche in München die Ausstellung Noch mal leben vor dem Tod eröffnen. Gezeigt werden großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien, die kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Tod der Porträtierten entstanden sind. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden und lässt sie noch einmal zu Wort kommen.

Fotograf Walter Schels und Journalistin Beate Lakotta baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen und Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen sind einfühlsame Porträts von Menschen entstanden, die ihrem Tod sehr nahe sind. Die meisten der 24 Porträtierten haben ihr Lebensende in einem Hospiz verbracht.

Kaum etwas bewegt so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Herausgelöst aus Familie und Alltag, geraten Tod und Sterben nur allzu leicht aus dem Bewusstsein, um sich mitunter sogar zu den tabuisierten Erfahrungen unserer Gesellschaft zu gesellen. Schels und Lakotta haben etwas dagegen unternommen: Über ein Jahr arbeiteten sie für diese Ausstellung in der dichten, auf das Wesentliche konzentrierten Atmosphäre der Hospize.

Ihre Erfahrungen und Eindrücke, die eindrucksvollen fotografischen Porträts und Geschichten vom Lebensende haben sie auch in Buchform zusammengetragen: Beate Lakotta/ Walter Schels, Noch mal leben vor dem Tod. Wenn Menschen sterben, DVA-Verlag 2004 (ISBN: 3-421-05837-7). Teile dieses Werks sind auch als Audio-CD erhältlich: Beate Lakotta /Matthias Brandt, Noch mal Leben vor dem Tod. 2 CDs. Wenn Menschen sterben (ISBN-10: 3936186987; ISBN-13: 978-3936186987).