Münchner: Pontifikalamt zum Dompatrozinium

Kardinal Marx feiert an Mariä Empfängnis Messe in der Liebfrauenkirche

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) | 330 klicks

Zum Patrozinium des Münchner Liebfrauendoms am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am Montag, 9. Dezember, um 17.30 Uhr ein Pontifikalamt. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Domchor unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz mit der Missa „Dixit Maria“ von Hans Leo Haßler. 

Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, so der liturgische Name, wird volkstümlich meist „Mariä Unbefleckte Empfängnis“ oder auch nur „Mariä Empfängnis“ genannt. Der Festtag, den Katholiken am 8. Dezember oder am 9., sollte der 8. ein Adventssonntag sein, begehen, hat seine Wurzeln in der Verkündigungsbotschaft im Lukas-Evangelium. Der Festgedanke bezieht sich allerdings nicht auf die Empfängnis Jesu durch Maria, sondern auf die Empfängnis Marias durch ihre Mutter Anna. Der Hintergrund des Festtags wurde in oft kontroversen theologischen Diskussionen immer wieder behandelt und in bedeutenden Werken der christlichen Kunst dargestellt. 

Am 8. Dezember 1854 verkündete Papst Pius IX. offiziell als Lehre der Kirche, „dass die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis aufgrund einer besonderen Gnade und Auszeichnung von Seiten des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers des menschlichen Geschlechtes, von jedem Makel der Erbsünde bewahrt blieb“. Das Fest zählt zu den hohen Marienfeiertagen und wurde in Bayern erst 1968 als gesetzlicher Feiertag aufgehoben. 

In der Liebfrauenkirche findet sich eine künstlerische Interpretation des Festgedankens in der von Roman Anton Boos 1776 geschaffenen Darstellung der Maria Immaculata über der Kathedra auf einer Säule im Chor, darunter auch auf einem 1774 geschaffenen Relief aus dem Marienleben von Ignaz Günther. Berühmt ist auch die Darstellung der Apokalyptischen Frau, die Peter Paul Rubens 1626 für den Hochaltar des Freisinger Mariendoms geschaffen hat. In Freising hängt heute eine Kopie, das Original befindet sich in der Alten Pinakothek München. (ck)

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising)