"Mut zur Hoffnung: Religionen und Kulturen im Dialog"

Teilnehmer des Internationalen Treffens der Gemeinschaft "Sant'Egidio" bei Papstaudienz

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 371 klicks

Am 30. September empfing Papst Franziskus die Teilnehmer des „Internationalen Treffens für den Frieden“, das von der Gemeinschaft Sant’Egidio organisiert wird, in der Sala Clementina im Apostolischen Palast. Das diesjährige Treffen, das vom 29. September bis zum 1. Oktober stattfindet, beschäftigt sich mit dem Thema: „Il coraggio della speranza: religioni e culture in dialogo – Mut zur Hoffnung: Religionen und Kulturen im Dialog“ und vereint Angehörige unterschiedlicher Religionen zum Dialog.

In seiner Ansprache dankte Papst Franziskus Prof. Andrea Riccardi für dessen steten Einsatz, den vom seligen Johannes Paul II. in Assisi 1986 beschrittenen Weg fortzusetzen. Der selige Johannes Paul II. habe den Weg der Hoffnung, des Gebets und des Einsatzes für den Frieden geebnet. Das Thema sei aktuell, da die Welt dringend des Friedens bedürfe. Die Menschen dürften nicht angesichts des Krieges, des Elends, der Ausbeutung und der Gewalt aufgeben. Für Gewalt gebe es keinerlei religiöse Rechtfertigung. Papst Franziskus berief sich auf die Worte von Benedikt XVI. vor zwei Jahren in Assisi, mit denen dieser dazu aufgerufen habe, jegliche religiös motivierte Gewalt auszulöschen.

Für den Erhalt des Friedens seien alle verantwortlich. Alle religiösen Oberhäupter seien Menschen des Friedens, weil der Friede die Grundlage aller religiösen Traditionen sei. Ein dauerhafter, ernsthafter und intelligenter Dialog sei für den Frieden erforderlich, der Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer Kontexte und Generationen miteinander leben lasse. Einvernehmen, Harmonie, Eintracht und Friede seien nur durch Dialog erreichbar. Zum Dialog seien die religiösen Oberhäupter aufgerufen, um Frieden zu schaffen.

Dialog und Gebet seien, wie das erste Treffen in Assisi gezeigt habe, eng miteinander verbunden. Die Beziehung zu Gott seien die Schule und der Nährboden für den Dialog unter den Menschen. Deshalb führten die Menschen fort, für den Frieden auf der ganzen Welt zu beten. Papst Franziskus wies in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf Syrien und den Mittleren Orient hin.