„Mutter-Teresa-Haus" in Skopje, Mazedonien, öffnet seine Pforten

Erinnerungs- und Begegnungsstätte zum 100. Geburtstag von Agnes Bojaxhiu

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WIEN, 30. Januar 2009 (ZENIT.org).- Das neue „Mutter-Teresa-Haus", das an diesem Wochenende in Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens, eröffnet werden soll, „wird die Absicht Mutter Teresas sehr unterstützen, die Verantwortung für die Ärmsten der Armen, denen sie selbst aufopfernd gedient hat, im öffentlichen Bewusstsein wach zu halten".

Diese Überzeugung äußerte gestern, Donnerstag, Msgr. Dr. Leo Maasburg, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich (missio). Auf Einladung der mazedonischen Regierung wird er als einziger offizieller Vertreter Österreichs an der Einweihungsfeier des Hauses teilnehmen. Darüber hinaus wird Maasburg, der die selige Mutter Teresa von Kalkutta jahrelang begleitete, einen Festvortrag über die Gründerin der „Missionarinnen der Nächstenliebe" halten.



Beim Festakt werden neben Ministerpräsident Nikola Gruevski, Außenminister Antonio Milososki, Kulturministerin Elizabeta Kanceska-Milevska und anderen Mitglieder der mazedonischen Regierung auch Vertreter des Diplomatischen Korps, der katholische Bischof von Skopje, Kiro Stojanov, kirchliche Würdenträger der mazedonisch-orthodoxen Kirche, Schwestern der „Missionarinnen der Nächstenliebe" (der Orden Mutter Teresas ist auch in Skopje präsent) und viele andere Gäste anwesend sein.

Das „Mutter-Teresa-Haus" ist ein architektonisch interessantes Gebäude, das Elemente eines alten makedonischen Bürgerhauses mit einer Kapelle und indischen Bauelementen vereint. Es erinnert an die Kindheit Mutter Teresas in Skopje, aber auch an ihr globales Wirken und lädt zur Auseinandersetzung mit ihr ein. Errichtet wurde die Erinnerungs- und Begegnungsstätte mit Blick auf den 100. Geburtstag von Mutter Terersa, die 1910 im Stadtzentrum von Skopje als Agnes Bojaxhiu geboren worden war.

„Von Skopje aus nahm die spirituelle Reise Mutter Teresas ihren Anfang", so P. Leo Maasburg. „Bis heute setzt sich ihr gnadenreiches Wirken für die Menschen auf der ganze Welt durch die rund 6.000 aktiven und kontemplativen Schwestern, Brüder und die Priester ihrer Ordensfamilie fort."

Die große Selige der Nächstenliebe gab ihren Mitarbeiterinnen einmal den Rat, sich nicht zu rühmen, wenn man erfolgreich sei, sondern in tiefster Dankbarkeit alles Gott zuzuschreiben. „Andererseits sollte dich kein Misserfolg entmutigen, solange du dein Bestes versuchst. Aus menschlicher Sicht wären wir geneigt, den Misserfolg einer Schwester bei ihrer Arbeit einer Schwäche zuzuschreiben oder zu denken, sie habe keinen Verstand, sie habe nicht ihr Bestes gegeben usw. Doch in den Augen Gottes hat sie nicht versagt, wenn sie ihr Bestes gegeben hat. Sie bleibt immer seine Mitarbeiterin" (Mutter Teresa, Gedanken für jeden Tag, München 2002, 30).