Nach dem Konsistorium: 194 Kardinäle, 135 Wähler

Pontifikat behält geographische Verteilung von 1978 bei

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VATIKAN, 21. Oktober 2003 (ZENIT.org).- Nach dem Konsistorium, in dem Papst Johannes Paul II. am Dienstag 30 neue Kardinäle kreiert hat (abgesehen von einem „in pectore“, der an keinem Konklave teilnimmt, solange nicht sein Name bekannt gegeben wird), besteht das Kardinalskolleg aus 194 Kardinälen, von denen 135 Wähler sind, da sie noch keine achtzig Jahre alt sind.



Fast alle Kardinäle mit Wahlrecht sind in einem der neun Konsistorien gewählt worden, die von diesem Papst in seinen 25 Jahren Pontifikat einberufen worden sind – fünf haben den Kardinalshut von Paul VI. erhalten. Unter den Kardinälen jedoch, die älter als achtzig Jahre sind, wurden 13 von Paul VI., einer von Johannes XXIII. und der Rest von Johannes Paul II. kreiert.

Berücksichtigt man nur die wählenden Kardinäle, so kommen 66 aus Europa, 14 aus den Vereinigten Staaten und Kanada, 24 aus Lateinamerika, 13 aus Afrika, 13 aus Asien und 5 aus Ozeanien.

Insgesamt kommen sie aus 68 Ländern; jene Kardinäle, die unter achtzig Jahre alt sind dagegen aus 58 Ländern.

Wenn es jetzt ein Konklave gäbe, wären die meist vertretenen Länder: an erster Stelle Italien mit 23 Kardinälen, an zweiter die USA mit 11, darauf Deutschland, Spanien und Brasilien mit je 6 Kardinälen, Polen und Frankreich mit je 5, Mexiko und Indien mit je 4 Kardinälen, Kolumbien, Kanada und Australien mit jeweils 3 Kardinälen.

Zwei wählende Kardinäle kommen aus Großbritannien, Ungarn, der Slowakei, der Ukraine, den Philippinen, Japan und Nigeria.

Länder mit nur einem wählenden Kardinal sind Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Irland, Tschechien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Litauen, Lettland, Syrien, Angola, Kamerun, Mosambik, die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Madagaskar, Tansania, die Elfenbeinküste, Südafrika, Sudan, Ghana, Neuseeland, Samoa, Vietnam, Taiwan, Thailand, Indonesien, Argentinien, Nicaragua, die Dominikanische Republik, Kuba, Ecuador, Honduras, Peru, Bolivien und Guatemala.

Am Konklave von 1978, das Johannes Paul II. wählte, nahmen 111 Kardinäle teil, von denen 55 Europäer und 19 Lateinamerikaner waren, 12 aus den USA und Kanada stammten, 13 aus Asien und Ozeanien und 12 aus Afrika.

Obwohl derzeit die Anzahl der Wähler auf 135 gestiegen ist, hat die geographische Verteilung keine großen Variationen erlitten: Die europäischen Kardinäle stellten damals 49 Prozent der Wähler und tun dies weiterhin; die Lateinamerikaner sind von 17 auf 18 Prozent gestiegen, die aus Asien und Ozeanien von 12 auf 13, die Afrikaner von 10 auf 11 Prozent, wohingegen die Kardinäle aus Nordamerika von 11 auf 10 Prozent gesunken sind.

Der größte statistische Unterschied dieser 25 Jahre ist die Zunahme der Kardinäle aus Osteuropa und die Abnahme der Italiener – beim letzten Konklave waren es 26, heute wären es23.

Am Konklave, aus dem im Jahre 1800 Pius VII. als Papst hervorging, nahmen nur fünf nicht-italienische Kardinäle teil. Bei der Wahl Pauls VI. im Jahr 1963 waren es 51, bei der Wahl von Karol Wojtyla 88. Heute wären es 112.