Nachrichtenleck: Papst Benedikt XVI. erhält Untersuchungsbericht

Kardinalskommission überreicht Akten

Rom, (ZENIT.org) | 1140 klicks

Benedikt XVI. empfing ad hoc die Mitglieder der Kardinalskommission. Allein seinem Nachfolger werden die Untersuchungsergebnisse zur Verfügung stehen.

Die Akteninhalte der Untersuchung über das Durchsickern vertraulicher Nachrichten des Heiligen Stuhls sind zur Zeit ausschließlich Papst Benedikt XVI. bekannt und werden nur seinem Nachfolger zur Verfügung stehen.

So berichtete eine Pressemitteilung des Pressesaales des Heiligen Stuhls und präzisierte, dass gestern Vormittag der Papst die Kardinäle Julian Herranz, Jozef Tomko und Salvatore De Giorgi, Mitglieder der Untersuchungskommission zum „Nachrichtenleck“, in Begleitung des Sekretärs P. Luigi Martignani ofmCap in Audienz empfangen habe.

Zum Schluss der Begegnung, die die Auflösung der Kommission bedeutet, dankte der Heilige Vater den drei Kardinälen „für die nützliche geleistete Arbeit und drückte seine Zufriedenheit mit den Untersuchungsergebnissen aus“, wie man in der Mitteilung des Heiligen Stuhls liest.

Die Untersuchung „ermöglichte, im Rahmen der eigenen Grenzen und menschlichen Fehler in jeder Institution die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit und Hingabe vieler Mitarbeiter des Heiligen Stuhls im Dienst der Aufgabe, die von Christus dem Papst anvertraut wurde, aufzuzeigen.“

Benedikt XVI. setzte abschließend fest, daß die Untersuchungsakten, über deren Inhalt allein der Papst informiert ist, „ausschließlich dem neuen Papst zur Verfügung stehen werden.“

Die Kardinäle Herranz, De Giorgi und Tomko, alle drei über 80-jährig und deshalb nicht wahlberechtigt, nehmen nicht am Konklave teil. Sie werden aber an der Generalversammlung teilnehmen, die den Wahlbeginn für den neuen Papst festsetzt.

Im Verlauf der Pressekonferenz, die gestern vormittag im Pressesaal des Vatikans stattfand, erklärte Pater Federico Lombardi zum Kommentar, dass die drei Kardinäle über den Bericht sprechen könnten, dass die drei Kardinäle die anderen Kardinäle treffen würden und es in ihrer Befugnis stehe, die anderen Kardinäle zu informieren.