Nächster Kongress Freude am Glauben vom 14. bis 16. September 2012 in Aschaffenburg

Anliegen des Papstes umsetzen

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KAUFERING, 11. November 2011 (ZENIT.org). – Das „Forum deutscher Katholiken“ wird bei seinem nächsten Kongress vom 14. bis 16. September 2012 in Aschaffenburg die Anregungen und Bitten von Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Deutschland aufgreifen. Der Papst hatte in seiner Ansprache an die in der Gesellschaft engagierten Katholiken Folgendes geäußert:

„In Deutschland ist die Kirche bestens organisiert. Aber steht hinter den Strukturen auch die entsprechende geistige Kraft – Kraft des Glaubens an einen lebendigen Gott? Ehrlicherweise müssen wir doch sagen, dass es bei uns einen Überhang an Strukturen gegenüber dem Geist gibt. Ich füge hinzu: Die eigentliche Krise der Kirche in der westlichen Welt ist eine Krise des Glaubens. Wenn wir nicht zu einer wirklichen Erneuerung des Glaubens finden, wird alle strukturelle Reform wirkungslos bleiben.“

„Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden, Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben, sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen, ohne dass ihr Herz vom Glauben berührt wäre.“

Am 11. Oktober hatte Papst Benedikt XVI. darüber hinaus für die Zeit vom 11. Oktober 2012 bis 24. November 2013 ein "Jahr des Glaubens" angekündigt. Am 16. Oktober 2011 hat der Heilige Vater in Rom die katholischen Gemeinschaften und Verbände zu einem Neuaufbruch im Glauben aufgerufen.

Diese Anliegen werden nach Prof. Dr. Hubert Gindert, dem Vorsitzenden des Forums Deutscher Katholiken, bei dem Kongress aufgenommen, auch um zu verhindern, dass die wirklichen Anliegen des Papstes von den alten Reizthemen wie Zölibat, Frauenordination und Kommunion für geschiedene Wiederverheiratete erstickt werden.

Prof. Gindert möchte darüber hinaus durch die Veranstaltung ein „Gemeinschaftserlebnis im Glauben“ fördern: „Wir sind aufgefordert, im Sinne des Heiligen Vaters zu handeln. Es gibt eine große Zahl geistlicher Gemeinschaften und Gruppen, zahlenmäßig oft klein, die zur Kirche stehen. Unsere Aufgabe besteht darin, diejenigen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und die bereit sind, sich besser zu vernetzen und punktuell zu gemeinsamen Initiativen und auf Kongressen zusammenzustehen, anzusprechen…Wir brauchen auch das Gemeinschaftserlebnis im Glauben, das uns stärkt und trägt."