Nachweis erbracht: Embryonale Stammzellen sind überflüssig

„Science“ und „Cell“ publizieren Ergebnisse von Forschungsteams in Japan und den USA

| 1201 klicks

BERLIN, 20. November 2007 (ZENIT.org).- Heute erschien in den beiden Fachzeitschriften „Science“ und „Cell“ der Nachweis der „Reprogrammierung“ menschlicher Hautzellen zu „embryonalen“ Stammzellen, von dem ZENIT gestern berichtete.



„Der senationelle Durchbruch von Yamanaka und Thomson wird die deutsche Stammzelldebatte nachhaltig beeinflussen“, bekräftigte aus diesem Anlass der CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert
Hüppe, in einer Aussendung.

„Das neue Verfahren stellt der Forschung alternative menschliche Stammzellen (iPS) zur Verfügung, die sich verhalten wie die bisherigen embryonalen Stammzellen. Zu ihrer Gewinnung ist jedoch die Tötung menschlicher Embryonen nicht mehr erforderlich. Grundlagenforschung kann sogar mit patientenspezifischen pluripotenten ‚iPS‘-Stammzellen stattfinden.“

Der Bundestagsabgeordnete bekräftigte, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nun aufgefordert sei, „die Finanzierung von Projekten mit menschlichen embryonalen Stammzellen einzufrieren.“ Die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen habe sich als Sackgasse erwiesen. „Sie ist ethisch problematisch und therapeutisch enttäuschend.“

Eine Änderung oder Abschaffung des Stichtags im Stammzellgesetz werde nun keine Mehrheit mehr finden. „Die DFG sollte zügig eine aktuelle Stellungnahme zur Stammzellforschung vorlegen, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 15 Monate aufgreift.“

Wertvolle Informationen zum Thema Stammzellenforschung bietet die Webseite  www.deine-stammzellen-heilen.de.