Namenstag von Papst Franziskus, Georg Gänswein und Georg Ratzinger

Mit Jesus ohne die Mutter Kirche leben zu wollen ist ein absurder Widerspruch

Vatikanstadt, (ZENIT.org) Jan Bentz | 1317 klicks

Ein neuer Feiertag im Vatikan: Dieser 23. April löst als Feiertag den Namenstag von Papst em. Benedikt XVI. ab, der am Josephstag, dem 19. März, begangen wurde. Der neue Papst heißt Jorge, also Georg. Gemeinsam mit ihm feiern zwei Personen aus seiner nächsten Umgebung:Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses und Sekretär von Benedikt XVI., sowie dessen Bruder Georg Ratzinger.

Franziskus hat zum heutigen Anlass in der Paulinischen Kapelle des Apostolischen Palastes eine hl. Messe mit mehreren Kardinälen gefeiert. In seiner Predigt hob er die Rolle der Kirche als Mutter hervor, die viele Kinder habe. Die christliche Identität, die kein Personalausweis sei, bestehe in der Zugehörigkeit zur Mutter Kirche; Jesus sei nicht außerhalb der Kirche zu finden.

Der Papst zitierte in diesem Zusammenhang seinen Vorgänger Paul VI.mit den Worten: „Es ist ein absurder Widerspruch in sich, mit Jesus leben zu wollen, aber ohne die Kirche, Jesus außerhalb der Kirche zu folgen, ihn außerhalb der Kirche zu lieben. Diese Mutter Kirche, die uns Jesus gibt, gibt uns die Identität, die nicht einfach ein Siegel ist, sondern eine Zugehörigkeit.“

Die Geschichte der Kirche habe mit Verfolgungen begonnen, und Christ-Sein sei ohne Härten nicht zu haben: „Wenn wir ein bisschen auf der Straße der Weltlichkeit mitgehen und mit der Welt verhandeln wollen, dann werden wir den Trost des Herrn nie erfahren. Und wenn wir nur den Trost suchen, dann wird dies ein oberflächlicher Trost sein, nicht der des Herrn, sondern ein menschlicher Trost.“

Nur ein Glaube mit Substanz stecke zum Weitergeben an, betonte der Papst, der auch den gestrigen 40. Jahrestag seiner „Profess-Gelübde“ im Jesuitenorden vom 22. April 1973 nachfeierte.

„Ich fühle mich unter euch gut aufgenommen“, dankte Franziskus in seiner Predigt auch den Kardinälen, im Namen derer Kardinaldekan Angelo Sodano zum heutigen Fest seine Glückwünsche ausgesprochen hatte.

Der 23. April ist im liturgischen Kalender der Festtag des heiligen Georg, ein kappadozischer Kriegsmann und Märtyrer (3./4. Jahrhundert) in Palästina während der letzten Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian. Bei den Griechen wird er als „Erzmärtyrer“ und im Abendland als Soldatenpatron verehrt. Er zählt zu den heiligen Vierzehn Nothelfern.