Nationaltagung der Italienischen katholischen Missionen in Deutschland und Belgien

Aufnahme des Dialogprozesses

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SIMMERN, 28. September 2011 (ZENIT.org). - Die pastoralen Mitarbeiter der Italienischen Katholischen Missionen und Gemeinden in Deutschland und Belgien haben sich bei ihrer diesjährigen Nationaltagung vom 19. – 23. September 2011 im Priester- und Bildungshaus Berg Moriah (Simmern) mit dem Thema: "Im Heute glauben: wo stehen wir?" auseinandergesetzt, dem Thema, das die deutsche Bischofskonferenz zu Beginn des auf 5 Jahre angesetzten Dialogprozesses mit ihrem Schreiben vom 17.03.2011 an die Gemeinden für das Jahr 2011 vorgeschlagen hat.

In einer Zusammenfassung lässt die McI folgendes verlauten:

„Damit haben die Italienischen Katholischen Gemeinden und die Italienischen Missionen den Dialogprozess der deutschen Bischöfe positiv aufgenommen. Sie sind sich bewusst, ein Teil dieser Kirche in Deutschland zu sein und möchten ihren Beitrag zum Dialogprozess leisten und die vorgeschlagenen Themen auch in ihren Gremien und Gemeinden besprechen.

In das Thema wurden die Teilnehmer durch den geistlichen Rektor des ZdK, Stefan-Bernhard Eirich (Dialogprozess in der Übergangssituation der Kirche in Deutschland), und Prälat Franz Josef Gebert aus der Diözese Trier (Missionsland Deutschland: missionarische Aufbrüche) eingeführt.

Der Bericht des Nationaldelegaten Don Pio Visentin, den er in Zusammenarbeit mit den Delegaten der italienischen Gemeinden erstellt hatte, legte dann den Fokus auf die Situation der italienischen Gemeinden in Deutschland.

Folgende Fragestellungen wurden in Gruppen erarbeitet: Wo stehen wir in der Zusammenarbeit und der Eingliederung in die Ortsgemeinden? Wie sieht die Pastoral aus, die wir betreiben: Hängen wir an bisherigen Konzepten oder sind wir auf der Suche nach neuen Wegen der Glaubensvermittlung und der Gemeindebildung? Welche Zeichen der Hoffnung und welche Zukunft sehen wir in dieser Zeit des Umbruchs und der Veränderungen, die sich nicht nur in den Kirchengemeinden bemerkbar macht? Wie gestalten wir die Weitergabe des Glaubens an die Einzelnen und die Gemeinden, in den Fortbildungsveranstaltungen, in den Bereichen der Liturgie und der Diakonie?

Hier einige Schlussfolgerungen, die wir gezogen haben:

Die Gemeinden anderer Muttersprache sind ein kleiner, aber lebendiger Teil der Kirche in Deutschland. Sie haben Tausenden von Landsleuten geholfen, ihren Glauben zu bewahren und zu vertiefen, und es ist wünschenswert, dass dieser kirchliche Dienst aufrechterhalten wird,  dort, wo es notwendig und sinnvoll ist, und mit der Zeit müsste dieser Dienst mehr und mehr von den pastoralen Mitarbeitern der Ortsgemeinde übernommen werden.

Die Schwierigkeiten, die diesen Prozess begleiten, d.h. die Haltung der Betroffenen gegenüber diesem Veränderungsprozess und das Festhalten an Strukturen und Traditionen gleichermaßen, sind uns allen wohl bekannt. Doch damit haben wir einen Grund mehr, uns im Miteinander, solidarisch und den Zeichen der Zeit entsprechend auf den Weg zu machen. Es kann und darf kein einseitiger Prozess sein. Dem Wunsch zu einer stärkeren Partizipation – die die Mitarbeiter der Missionen und muttersprachlichen Gemeinden anregen und fördern sollen – muss auf der anderen Seite die Bereitschaft zur Aufnahme, der Respekt und die Wertschätzung des Andersartigen und der fremden Religiosität gegenüberstehen. Wenn es stimmt, dass das Pfingstereignis das Fest der Gemeinschaft in der Verschiedenheit ist, dann können die „unterschiedlichen“ Gemeinden sehr viel zum Aufbruch beitragen, den die Kirche in Deutschland anstrebt.“ ( Mci Deutschland)