Nazareth: Fünf kontemplative Missionare der Nächstenliebe legen Ewiges Gelübde ab

Einweihung der neuen Kapelle, die der Heiligen Familie gewidmet ist

Jerusalem, (Lateinisches Patriarchat) | 282 klicks

Der vergangene Samstag war ein großer Tag für die kontemplativen Missionare der Nächstenliebe in Nazareth, ein von Mutter Theresa gegründeter Orden: Fünf Ordensleute legten ihre Ewige Profess ab, und ihre neue Kappelle wurde offiziell eingeweiht.

Weihbischof Giacinto-Boulos Marcuzzo, Lateinischer Vikar für Israel, zelebrierte gemeinsam mit P. Sebastian Vazahkala, Mitbegründer und Ordensoberer des Instituts, und P. Jean-Marie, Superior des Konvents, und anderen Ordenspriestern aus Nazareth die Hl. Messe. Die Missionarinnen der Nächstenliebe aus Nablus, Jerusalem und Betlehem waren alle anwesend.

Die fünf neuen Brüder heißen François Marie Ntori, Michael Joseph Bidwell, Michael Barla, Joseph Vaz Pereira und Petrus Lucas Packel. Sie kommen aus Indien, den USA und aus Ghana und haben sich ein Jahr lang im Geist von Nazareth auf ihre Ewige Profess vorbereitet. Zu den drei Gelübden des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit geloben sie noch ein viertes, aus freiem Willen und von ganzem Herzen den Ärmsten der Armen zu dienen. Der Bischof ging in seiner Predigt besonders darauf ein, „in Freude und aus freiem Willen die Armut des Evangeliums von Nazareth zu leben, um das Wesentliche unseres Glaubens wiederzufinden.“

Die neugeweihte Kapelle ist ein kleines architektonisches Kunstwerk: Urspünglich ein altes arabisches Familienhaus mit zwei Bögen und der originalen Steinwand, besitzt die heutige Kapelle eine sehr warme Atmospäre, die zum Gebet und zur Stille einlädt. Sie wurde der Hl. Familie von Nazareth geweiht, wie alle Kapellen der kontemplativen Missionarinnen der Nächstenliebe. In dem ebenfalls gesegneten Altar, der auf einem Olivenbaumstamm ruht, liegen Reliquien der Seligen Mutter Theresa von Kalkutta, der sel. Marie des gekreuzigten Jesus, der sel. Marie Alphonsine und des sel. Charles de Foucauld.

Es ist außerdem besonders beeindruckend, dass die meisten Renovierungsarbeiten von Volontären durchgeführt wurden, die sich von dem einfachen Leben der kontemplativen Missionare angezogen gefühlt haben. Einer dieser Volontäre bezeugt seine Absicht, er sei von dem Leben der kontemplativen Missionare so gerührt gewesen, dass er aus freiem Willen und ehrenamtlich diese Arbeit getan habe, um für sein früheres Leben zu büßen und Gott für seinen erneuerten Lebenswandel zu danken.

Von unserem Nazareth Korrespondenten

(Quelle: Lateinisches Patriarchat von Jerusalem, 24/06/2013)