Neue Bischöfe für Kirgisistan und Kasachstan

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ROM, 8. Juni 2006 (ZENIT.org).- Am Freitag weihte Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano im Petersdom zwei Bischöfe für die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Kirgisistan und Kasachstan.



In Kirgisistan leben heute rund 5.000 Katholiken unter 5 Millionen Einwohnern, in Kasachstan 40.000 unter 15 Millionen. Ihre neuen Hirten sind Bischof Nikolaus Messmer SJ (51), Apostolischer Administrator von Kirgisistan, beziehungsweise Weihbischof Athanasius Schneider (45) von Karaganda (Kasachstan).

In seiner Predigt wies Kardinal Sodano darauf hin, dass die beiden Bischöfe ihre Gläubigen stärken und ihnen helfen würden, " unter den gegebenen Umständen auch weiterhin Zeugnis für das Evangelium abzulegen".

Bischof Messmer wird in Bischek, der Hauptstadt Kirgisistans, residieren. Das seit Jahren vom Jesuitenorden betreute Missionsgebiet ist vor kurzem in den Rang einer Apostolischen Administratur erhoben worden.

Nikolaus Messmer wurde am 19. Dezember 1954 in Karaganda (Kasachstan) geboren und wirkte zuletzt als Rektor des Priesterseminars in Nowosibirsk, der größten Stadt Sibiriens und drittgrößten Stadt Russlands. Als Pfarrer war er bereits seelsorglich in der kirgisischen Hauptstadt Bischek tätig gewesen.

Die ersten Studienjahre hatte der neue Bischof in Riga (Lettland) zugebracht. Im Jahr 2001 trat er in den Jesuitenorden ein, und vor zwei Jahren schloss er seine Studien in Rom ab.

Bischof Athanasius Schneider wird in Zukunft Bischof Jan Pawel Lenga in Karaganda zur Seite stehen. Er kam im April 1961 in Tokmok (Kirgisistan) als Kind deutscher Eltern zur Welt und übersiedelte später mit ihnen nach Rottweil in Baden-Württemberg.

1982 trat er in Österreich in den Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz ein. 1990 empfing er die Priesterweihe und beendete seine Studien im Jahr 1997 an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Thomas, dem so genannten "Angelicum", in Rom. Zuletzt war Pater Schneider Spiritual des Priesterseminars in Karaganda.