Neue Niederlassung der Franziskaner auf dem Berg Nebo (Jordanien)

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JERUSALEM, 11. Juli 2006 (ZENIT.org).- Die Franziskaner werden auf dem Berg Nebo, von dessen Gipfel aus Moses einst das verheißene Land schauen durfte (vgl. Deut 32,48-50;34,1-5) eine Ordensniederlassung gründen. Der Berg in Jordanien bietet eine Aussicht, die bis weit in das Jordantal, auf das Tote Meer und bis nach Israel reicht.



Der Kustos des Heiligen Landes, Pater Pierbattista Pizzaballa OFM, kündigte die Entstehung der Franziskanergemeinschaft am Samstag in einem Brief an die Ordensmitglieder in Israel/Palästina an.

Auf dem Gipfel des berühmten Bergs steht seit dem vierten Jahrhundert eine Kirche, die immer wieder umgebaut wurde. Im siebten Jahrhundert war sie vor allem für die Gläubigen aus dem byzantinischen Reich ein beliebtes Pilgerziel.

Die heutige Kirche auf dem Nebo ist seit 1932 im Besitz der Franziskaner. Daneben wurde ein modernes Ordenskloster errichtet, das auch Archäologen beherbergt. In jedem Jahr werden die Ausgrabungen neu in Angriff genommen. P. Michele Piccirillo OFM, einem Fachmann, ist die Leitung dieser Unternehmungen anvertraut.

Die neue Franziskanergemeinschaft besteht aus drei Mitbrüdern: einem Australier, einem Italiener und einem Syrer. Gemäß Pater Pizzaballa werden sie auf dem Heiligen Berg, der dem Heiligen Land vorgelagert ist und dessen Geschichte eng mit der des Alten Bundes verknüpft ist, ein Leben der Kontemplation und des Gebets führen, dabei aber stets bereit sein, Gäste zu betreuen. In naher Zukunft werde das Gästehaus vergrößert, so der Kustos des Heiligen Landes.