Neue Religiöse Bewegungen als Herausforderung für die katholische Kirche

Internationale Konferenz Evangelikale Pfingstkirchen Charismatiker

Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 1415 klicks

Weltweit lässt sich seit einigen Jahrzehnten ein Aufschwung der Religionen beobachten. Im Zentrum stehen dabei Formen, die traditionell und aus Sicht der großen Kirchen als Sekten bezeichnet werden. In der Wissenschaft verwendet man dafür den weiten Begriff „Neue Religiöse Bewegungen“ (New Religious Movements). Das weltweite Wachstum des Christentums geht in der Hauptsache auf evangelikale Bewegungen, Pfingstkirchen und charismatische Bewegungen zurück. Ihre Mitgliedschaft wird heute auf mehr als 400 Millionen geschätzt. Insbesondere für die katholische Kirche bedeutet dieses Phänomen eine große Herausforderung an die kirchlichen Strukturen.

Bereits Mitte der 1990-er Jahre beauftragte die Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ihre „Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben“ mit einem Forschungsprojekt zum Thema. Mittlerweile liegen mehrere exemplarische Länderstudien vor. Vom 9. bis 11. April 2013 veranstaltet die Deutsche Bischofskonferenz in Rom eine internationale Konferenz, um die Ergebnisse dieser Studien vorzustellen und mit Kirchenvertretern aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa zu diskutieren. Unter dem Thema „Evangelikale – Pfingstkirchen – Charismatiker. Neue Religiöse Bewegungen als Herausforderung für die katholische Kirche“ werden konkrete Handlungsorientierungen und pastorale Konzepte für jene Ortskirchen debattiert, die vom Phänomen der „Neuen Religiösen Bewegungen“ besonders betroffen sind. Die Schirmherrschaft der Konferenz hat der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, übernommen.