„Neue Technologien – neue Verbindungen. Für eine Kultur des Respekts, des Dialogs, der Freundschaft“

Vorstellung des Motto zum 43. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

| 956 klicks

ROM, 29. September 2008 (ZENIT.org).- „Neue Technologien – neue Verbindungen. Für eine Kultur des Respekts, des Dialogs, der Freundschaft“, so lautet das Thema des Welttages der sozialen Kommunikationsmittel im kommenden Jahr.

Wie Erzbischof Claudio Maria Celli, Präsident des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel, heute in einem ersten Kommentar bekräftigte, handle es sich nicht nur um ein „Thema“, sondern um ein „Arbeitsprogramm“.

Das Thema des Welttages wird seit 43 Jahren traditionsgemäß am Fest der Erzengel Gabriel, Rafael und Michael bekannt gegeben. Eine entsprechende Botschaft des Papstes folgt jeweils am 24. Januar, dem Festtag des heiligen Franz von Sales, Patron der Journalisten.

Nach Worten von Erzbischof Celli ist die Botschaft des Heiligen Vaters ein „Kompendium der Pflichten“, die alle, die in der Kommunikationsbranche und den Medien tätig sind, in der sich rasch verändernden Zeit von heute beherzigen sollten. Die neuen Technologien würden eine neue Umwelt und eine neue Kultur schaffen.

Der Heilige Vater bekräftigte in der einen oder anderen Form die Anforderungen an Journalisten und Medienprofis, die er in seiner Ansprache vor den Vertretern der Welt der Kultur in Paris geäußert hatte: Es müsse eine wahrhaft philosophische Haltung eingenommen werden, so dass die vorletzten Dinge betrachtet und die letzten Dinge gesucht würden.

Hier werde das Vertrauen deutlich, das der Papst in die Möglichkeiten der Medien setze. Sie könnten nämlich das „Klima des Dialogs und des Vertrauens“ fördern. Der technologische Fortschritt sei aber nicht nur ein einfacher Schritt nach vorne, sondern gehe auch immer mit neuen Grenzen und Möglichkeiten einher, denn es gehe ja darum, dass der Mensch diese neuen Ressourcen zugunsten des Gemeinwohls einsetze.

Wenn man bedenke, dass der in den Medien Tätige in erster Linie im Bereich der Kultur arbeite, so müsse daran erinnert werden, was Benedikt XVI. den Intellektuellen zum Schluss seiner Ansprache in Paris gesagt hatte: „Eine bloß positivistische Kultur, die die Frage nach Gott als unwissenschaftlich ins Subjektive abdrängen würde, wäre die Kapitulation der Vernunft, der Verzicht auf ihre höchsten Möglichkeiten und damit ein Absturz der Humanität, dessen Folgen nur schwerwiegend sein könnten.“

Erzbischof Celli betonte, dass der Rat, dessen Präsident er ist, die Aufforderung des Papstes sehr ernst nehme. Deshalb sei für März 2009 ein Studienseminar geplant, an dem die für die Kommunikation verantwortlichen Bischöfe teilnehmen würden. Dadurch solle es zur Ausarbeitung einer genaueren und moderneren Pastoral der sozialen Kommunikationsmittel kommen.