Neue UN-Resolution gegen das Klonen von Menschen

Auch das Klonen von Embryonen wird untersagt

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NEW YORK, 9. März 2005 (ZENIT.org).- Die UN-Generalversammlung hat diesen Dienstag eine unverbindliche Resolution verabschiedet, in der die Regierungen der Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert werden, Gesetze zu erlassen, die jedes Klonen am Menschen untersagen. Darin wird auch zum Klonverbot für Embryonen zu Zwecken der Stammzellenforschung aufgerufen.



Die Resolution, die bei 37 Enthaltungen mit 84 zu 34 Stimmen in New York nach jahrelangen Debatten von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen diesen Dienstag angenommen wurde, rät den Regierungen, "alle Formen des Klonens an Menschen zu verbieten, insofern sie mit der Würde des Menschen und mit dem Schutz seines Lebens nicht vereinbar sind".

Diese neue UN-Erklärung "ist eine mächtige Stellungnahme für die Würde und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens ", begrüßte Cathy Cleaver Ruse, Pressesprecherin der für den Lebensschutz zuständigen Kommission in der US-Bischofskonferenz, die neue Resolution. "Darin wird auch kein so genanntes 'therapeutisches Klonen' unterstützt, ein Verfahren, in dem menschliches Leben wie eine für Forschungszwecke erzeugte Ware behandelt wird", fügte sie hinzu. Ruse kommentierte auch den in der Deklaration enthaltenen Aufruf zur Unterbindung der "Ausbeutung der Frau". Dazu erklärte sie: "Für Forschungszwecke das Klonen von Menschen zuzulassen würde bedeuten, dass unzählige Frauen mittels eines schmerzlichen und auch gefährlichen Verfahrens ihre Eizellen abgeben müssten. Wir loben die UNO dafür, dass sie in ihrer Deklaration anerkennt, dass es eine zutiefst erniedrigende Forderung ist, Frauen zu Produzenten von Eizellen zu degradieren."

Seit Jahren kann sich im US-Kongress das vollständige Verbot für das Klonen von Menschen nicht durchsetzen, da einige Abgeordnete für das Klonen zu Forschungszwecken eintreten. Doch auch dagegen richtet sich nun die jüngste Resolution der Vereinten Nationen. Sie ist Frucht einer von der US-Regierung unterstützten Initiative von Costa Rica.