Neue Universität in Trägerschaft der Fokolar-Bewegung

„Hochschul- Institut Sophia – Für eine Kultur der Einheit“

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FLORENZ, 28. Januar 2008 (ZENIT.org).- „Hochschul- Institut Sophia – Für eine Kultur der Einheit“ so lautet der offizielle Titel der neuen Universität in Trägerschaft der Fokolar-Bewegung mit Standort in der Fokolar-Siedlung Loppiano vor den Toren von Florenz.

Piero Coda, Theologieprofessor an der römischen Lateran-Universität, ist als Rektor designiert. Vizerektorin wird die amerikanische Mathematikerin und Theologin Judy Povilus. Zum Professorenkollegium gehören der Politikwissenschaftler Antonio M. Baggio, der Mailänder Wirtschaftswissenschaftler Luigino Bruni und der französische Bibelwissenschaftler Gerard Rossé.

Die universitäre Hochschule „Sophia“ wurde mit Dekret vom 7. Dezember 2007 von der Päpstlichen Kongregation für das Katholische Bildungswesen als Universität bestätigt und nimmt zum kommenden Wintersemester den Lehrbetrieb auf.

„Leben und Lehre zusammenzubringen, ist der alte Traum der Universitäten“, erklärt Joachim Schwind von der Fokolar-Bewegung. „Die neu errichtete Universität unternimmt den Versuch, diesen Traum wieder einmal zu verwirklichen. Und das griechische Wort ‚Sophia’ (Weisheit) im Namen will ausdrücken, dass es dort nicht nur um Wissensvermittlung gehen soll“, unterstreicht er.

„Beziehung“ ist das Schlüsselwort für die neue Universität, die sich selbst als „Laboratorium für menschliche und kulturelle Entwicklung“ begreift und auf ganz neue Weise Studium und menschliche Erfahrung miteinander in Verbindung bringen will. Dabei soll die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden die Grundlage dafür sein, dass die unterschiedlichen Wissensbereiche ebenfalls miteinander in Beziehung treten. Dementsprechend ist das Studium interdisziplinär ausgerichtet. Es besteht vorerst aus zwei Zweigen: Philosophie-Theologie und Wirtschafts-Politikwissenschaft.

Voraussetzung für ein Studium ist das Bakkalaureat in einem beliebigen Fach. Darüber hinaus müssen die Studenten bereit sein, sich auf den besonderen Stil des Instituts „Sophia“ einzulassen. Dazu gehört ein „Pakt der gegenseitigen Annahme auf geistlicher und intellektueller Ebene“, die Orientierung an einem regelmäßig wechselnden „Wort des Lebens“ aus der Schrift und der Austausch darüber sowie die Bereitschaft, die eigene Entwicklung regelmäßig im Miteinander auf den Prüfstand zu stellen.

Wegen der teilweise völlig neuen methodischen Wege, die das erfordert, sind die Jahrgangszahlen zunächst auf 35 bis maximal 50 Studenten beschränkt. Abschließen kann man das Studium mit einem Master oder Doktorat. Die Abschlüsse sind europaweit anerkannt, da die „Sophia" dem in Bologna definierten gemeinsamen Europäischen Hochschulraum angehört.

Interessierte Studenten können sich bereits jetzt via Internet bewerben: www.iu-sophia.net.