Neue Webseite der US-Bischöfe: Klarstellungen zur Gesundheitsreform

Warnung vor staatlicher Unterstützung der Abtreibung

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WASHINGTON, 18. August 2009 (ZENIT.org).- Während US-Präsident Barack Obama und der Kongress weiterhin an der geplanten Gesundheitsreform werken, unterstützt eine neue Homepage der amerikanischen Bischöfe ein eigenes Gesundheitspaket, das die Menschenwürde schützt. Neben Dokumenten der Bischöfe sind auf der Website auch Videos, Statistiken und Daten über die katholische Krankenpflege in den USA zu finden, die unter anderem 624 Krankenhäuser und 41 Hospize umfasst.



Auch ein Brief vom 11. August, den Kardinal Justin Rigali, der Vorsitzende des Pro-Life-Ausschusses der US-Bischofskonferenz, an den Kongress schickte, befindet sich auf der neuen Webseite. Darin warnt der Kardinal, dass „die dringend nötige Reform nicht zu einem Vehikel für die Förderung einer Agenda von ‚Abtreibungsrechten’“ werden dürfe.

Dem aktuellen Stand der Gesundheitsreform kann der Kardinal Positives wie Negatives abgewinnen. Ausdrücklich begrüßt wird, dass nun doch nicht in die Gewissensfreiheit eingegriffen werden soll (Zunächst war von Plänen die Rede, Ärzte zur Durchführung von Abtreibungen zu verpflichten.) Als äußert bedenklich bezeichnet der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz jedoch das Vorhaben, bundesweite staatliche Beihilfe für unbegrenzt viele Abtreibungen über die Krankenversicherung abzuwickeln. Bislang wurden Abtreibungen staatlich meist nicht unterstützt. Dieser neue Plan bewirke nach Worten Rigalis, dass selbst Steuerzahler mit niedrigem Einkommen, die die Abtreibung aus moralischen Gründen ablehnen, die Durchführung von Abtreibungen finanziell unterstützen müssten.

Weiterführende Links:
-- Die Webseite der US-Bischöfe zur Gesundheitsreform: www.usccb.org/healthcare
-- Brief von Kardinal Rigali: www.usccb.org/prolife/CardRigaliHealthCareReformLetter-08-11-09.pdf