Neue Werbekampagne gegen die Abtreibung in den USA

1,31 Millionen Abtreibungen pro Jahr

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WASHINGTON, D.C., 28. Januar (ZENIT.org).- Eine neue Werbekampagne in Washington (USA) will mit den weit verbreiteten Mythen über Abtreibung aufräumen und dadurch der allgegenwärtigen Abtreibungsmentalität entgegensteuern.



Initiiert wurde dieses sogenannte "Second Look Projekt", womit ein nochmaliges Befassen mit dem Thema Abtreibung gemeint ist, vom Sekretariat der US-Bischofskonferenz, dessen Aufgabe die Förderung des menschlichen Lebens ist.

Cathy Cleaver Ruse, Pressesprecherin des bischöflichen Sekretariats, erklärt, weshalb mit Hilfe von Plakaten, Werbeeinschaltungen und Radiospots die wahren Tatsachen zum Thema Abreibung ins Bewusstsein gerufen werden sollen: "Drei Jahrzehnte nach 'Roe versus Wade' [dem Justizfall, der zur Legalisierung der Abtreibung führte, Anm. d. Redaktion] verstehen viele Leute nach wie vor die grundlegenden Fakten zur Abtreibung nicht. Zum Beispiel wissen sie nicht, dass sie in allen neun Schwangerschaftsmonaten legal ist. Aktuelle Umfragen, die eine Befürwortung des Urteils von "Roe v. Wade" zeigen wollen, erklären, dass durch dieses Urteil Abtreibungen 'nur' in den ersten drei Schwangerschaftswochen legalisiert worden wären, und das ist eine ungeheuerliche Entstellung der Wahrheit", sagt die US-Amerikanerin. "Roe schuf ein unbegrenztes 'Recht' auf Abtreibung, und viele Menschen sind der Ansicht, ein unbegrenztes Recht auf Abtreibung ist falsch."

Auf Bussen und U-Bahnwagons befestigte Plakate werden die Menschen im Washingtoner Ballungsraum an die Wahrheit in Sachen Abtreibung erinnern. Die Aktion, die zwei Monate lang andauern soll, wird von Werbeeinschaltungen und Radiospots begleitet. Auf der Homepage des Projekts kann man sich die sachlich und dezent gehaltenen Poster anschauen und wissenswerte Fakten studieren. So werden zum Beispiel in den USA jährlich 1,31 Millionen Abtreibungen durchgeführt. In anderen Worten: 24,5 von 100 Schwangerschaften werden durch eine Abtreibung vorzeitig beendet.