Neuer Film gewährt Einblick in das Leben von Kardinal Van Thuân

Premiere auf dem eucharistischen Weltkongress in Québec

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TORONTO, 8. Juli 2008 (ZENIT.org).- Das in Kanada angesiedelte katholische Medienunternehmen und Produktionshaus „Salt and Light Television“ hat einen Dokumentarfilm über Kardinal Francis Xavier Nguyen Van Thuân produziert, der einen noch nie da gewesenen Zugang zum persönlichen Leben des vietnamesischen Hirten eröffnet.



Die Uraufführung von Road of Hope: The Spiritual Journey of Cardinal Van Thuân („Straße der Hoffnung: Die spirituelle Reise von Kardinal Van Thuân“) fand im vergangenen Monat im Rahmen des Eucharistischen Weltkongresses in Québec statt.

Erzbischof Van Thuân wurde von der kommunistischen Regierung in Vietnam für 13 Jahre in Gefangenschaft gehalten, neun davon verbrachte er in Einzelhaft. Seine Memoiren erzählen Geschichten einer eucharistischen Liebe und missionarischer Leidenschaft im Gefängnis.

Im Jahr 1988 wurde er aus der Haft entlassen und gezwungen, ins Exil zu gehen. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn zum Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden und lud ihn während des Jubiläumsjahres 2000 ein, die jährlichen Exerzitien für den Papst und die Mitglieder der römischen Kurie zu halten. Diesbezüglich bat er ihn, über seine Erfahrungen als „lebender Märtyrer“ zu sprechen.

Zum Kardinal wurde Van Thuân im Jahr 2001 ernannt. Ein Jahr später starb er an den Folgen einer Krebserkrankung in Rom. Sein Seligsprechungsprozess wurde fünf Jahre nach seinem Tod eröffnet.

Produzent David Naglieri und das Produktionsteam von „Salt and Light Television“ arbeiteten mit Elizabeth Wong, der in Kanada lebenden Schwester des Kardinals, und mit Kardinal Renato Martino, dem jetzigen Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, zusammen.

Sie erhielten erstmalig Zugang zu den Fotoalben, Videos und Briefen der Van-Thuân-Familie, sowie zu persönlichen Gegenständen des verstorbenen Kardinals, einschließlich der vietnamesischen Original-Ausgabe seines Buches „The Road of Hope“ („Straße der Hoffnung“) und den Utensilien, die er verwendete, um im Gefängnis die heilige Messe zu feiern.

Der neue Film enthält Interviews mit den Angehörigen des verstorbenen Kardinals, seinem Biografen André van Chau, Kardinal Martino und anderen engen Bekannten.

Die Produktion wurde von den in Kolumbus-Rittern („Knights of Columbus“) bezuschusst. Sie ist in Englisch für $ 25 kanadische Dollar erhältlich und dauert rund eine Stunde. Die Veröffentlichung einer französischen Fassung ist für August geplant.