Neuer Schwung in der territorialen Pastoral

Briefing zur Synode vom 17. Oktober 2012

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ROM, 18. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Im gestrigen Briefing zur 14. und 15. Generalkongregation gab P. Markus Graulich SDB einen Überblick zu den angesprochenen Themen und Beiträgen.

S.Em. Kardinal Angelo Bagnasco betonte die Bedeutsamkeit der territorialen Pastoral. Es bedürfe neuen Schwungs, um auch die jungen Menschen in den Schulen, Universitäten oder auch Krankenhäusern erreichen zu können.

Die Frage der Glaubensvermittlung war eines der Hauptthemen der freien Diskussion. Die Beitragenden stellten sich unter anderem der Frage, welchen Beitrag Mönche bei der Evangelisierung leisten könnten, wie Männer zu mehr Kirchenarbeit motiviert werden könnten, wie dem Problem der Scheidung und Wiederverheiratung zu begegnen sei und wie vor allem Jugendliche zeitgemäß an den Glauben herangeführt werden könnten.

In Neuseeland ist die katholische Schule das bevorzugte Schulmodell und übernimmt häufig die Funktion des Elternhauses bei der Glaubensvermittlung. Die Schulpastoral ist deshalb ein bedeutsamer und förderungswürdiger Aspekt bei der Evangelisierung. Es ist wichtig, den Jugendlichen die wahren Werte zu vermitteln. Insbesondere Jugendliche können leicht Opfer von Sprachungenauigkeiten oder -manipulation werden.

Einen wichtigen Beitrag zur Evangelisierung leisten Laiengruppen. In Slowenien wird zum Beispiel in der Schule kein Religionsunterricht erteilt, deshalb übernehmen diese Aufgabe Laiengruppen und vermitteln mit großem Erfolg den Kindern und Jugendlichen die religiösen Inhalte.

Ein weiterer wichtiger Themenkreis ist und bleibt der interreligiöse Dialog. Vor allem in den afrikanischen Ländern ist trotz erfolgter Evangelisierung eine Neuevangelisierung erforderlich. In den muslimischen Ländern stellt häufig die katholische Kirche wichtige Einrichtungen wie Schulen oder Gesundheitszentren zur Verfügung, die von der gesamten Bevölkerung angenommen werden. Dennoch wird teilweise der katholische Glaube, wie zum Beispiel in Nigeria, als Glaube der Kolonialherren aufgefasst und der Islam als eigentlich afrikanische Religion empfunden. Deshalb ist der interreligiöse Dialog unabdingbar, um Vorurteile abzubauen und den friedlichen Dialog zu stärken. [bd]