Neuer Seliger P. Michal Sopocko, Wegbereiter der Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit

„Jesus, ich vertraue auf dich“

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ROM, 29. September 2008 (ZENIT.org).- Wäre der neue Selige Michal Sopocko (1888-1975) nicht gewesen, wer weiß, wie es dann heute um die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit bestellt wäre!

Benedikt XVI. sprach gestern, Sonntag, in seinem Grußwort an die polnischen Pilger, über die Bedeutung des polnischen Priesters und dessen Seligsprechung in Bialystok. Sopocko war Beichtvater und geistlicher Begleiter der heiligen Faustina Kowalska gewesen.


Wie Benedikt XVI. erklärte, habe die Heilige auf seinen Rat hin ihre mystischen Erfahrungen und die Erscheinungen des barmherzigen Jesus in ihrem „Tagebuch“ festgehalten; und ihm sei es auch zu verdanken, dass das Bild mit der Aufschrift „Jesus, ich vertraue auf dich“ gemalt und der Welt geschenkt worden sei.

Der Papst beschrieb Michal Sopocko (vgl. Biographie und mehr) als „eifrigen Priester“, der sich besonders als Erzieher und Verbreiter der Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit einen Namen gemacht habe.

Auch Papst Johannes Paul II. freue sich „im Haus des Vaters“ über die Seligsprechung des Priesters, betonte Benedikt XVI. mit dem Hinweis darauf, dass ja sein direkter Vorgänger es gewesen sei, der die Welt der Göttlichen Barmherzigkeit anvertraut habe. Und mit Worten Johannes Pauls II. wünschte er den Polen: „Gott, reich an Barmherzigkeit, segne euch!“ (vgl. Ansprache im August 2002).

Fokolar-Bewegung, Bildungsinitiative und Rosenkranzmonat
In seinem Grußwort an die italienischen Pilger grüßte der Heilige Vater insbesondere die ehrenamtlichen Helfer der Fokolar-Bewegung. Er ermutigte sie, für die verwandelnde Kraft des Evangeliums stets Zeugnis abzulegen.

Benedikt XVI. wünschte den Schülern in Italien viel Glück im neuen Schuljahr, um anschließend seine Wertschätzung für eine Kampagne der Gesellschaft des heiligen Vinzenz von Paul zum Ausdruck zu bringen. Sie steht unter dem Motto: „Lasst mich lernen – es nützt allen“.

„Im Geist des heiligen Vinzenz, dessen wir gestern in der Liturgie gedacht haben, zielt diese Initiative darauf ab, der Armut des Analphabetismus zuvorzukommen“, erklärte der Papst.

Abschließend wünschte Benedikt XVI. allen Pilgern noch einen schönen Monat Oktober und erinnerte sie daran, dass es sich um den „Rosenkranzmonat“ handle. Aus diesem Grund wird der Papst am Sonntag, dem 19. Oktober, in die italienische Stadt Pompei pilgern, zur Basilika der seligen Jungfrau vom Rosenkranz.