Neues Internetprojekt zum Reformationsjubiläum

2017gemeinsam.de

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 196 klicks

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 hat im deutschsprachigen Raum ein neues Internetprojekt begonnen, um das Gedenken der Reformation vorzubereiten. Ausgangspunkt ist das katholisch-lutherische Dialogdokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“, das im letzten Jahr veröffentlicht wurde. Unter der Internetadresse 2017gemeinsam.de können Gläubige jeder Konfession ihre Meinung zum Thema äußern. Am Anfang der Woche teilen prominente Kirchenvertreter ihre Meinung mit, wie der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Martin Junge und der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kardinal Kurt Koch an diesem Montag.

In einem Gespräch mit Radio Vatikan sagte der Zuständige für die ökumenischen Grundsatzfragen und Catholica beim Verband der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELK), Oliver Schuegraf, man wolle das ökumenische Dokument auch ökumenisch angehen, so wie es der Lutherische Weltbund und der Vatikanische Einheitsrat gewünscht haben. Wie man dies erreichen wolle, erklärte einer der Direktoren des Johann-Adam-Möhler Instituts für Ökumenik in Paderborn und Mitwirkendem an dem Projekt 2017gemeinsam.de, Burkhard Neumann, gegenüber Radio Vatikan. Er sagte:

„Konkret sieht es so aus, dass jeder entsprechend kommentieren kann. Man muss sich natürlich vorher anmelden. Jeder Teil des Textes, jeder Paragraph des Dialogdokumentes kann entsprechend kommentiert werden, und alle, die Interesse daran haben, sind herzlich eingeladen, das zu tun!“

Oliver Schuegraf vom VELK sieht in dem Projekt an sich schon einen Erfolg, da es zeige, dass das in die Wege leiten eines solchen Projekts kein Problem sei. Nun hoffe man auf eine große Beteiligung der Bevölkerung aller Konfessionen. Nach Ansicht des Ökumene-Kardinals Kurt Koch sei das Reformationsjubiläum 2017 aus katholischer Sicht in erster Linie ein Gedenkmoment und nicht ein Grund zum Feiern. So behandle das Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ auch die Hindernisse in den ökumenischen Gesprächen. Burkhard Neumann sagte diesbezüglich zu Radio Vatikan:

„Uns ist es wichtig zu sagen, dass das Dokument über den Kreis derjenigen, die sich von Berufs wegen oder als Fachleute mit diesem Dialogdokument beschäftigen und dessen Impulse weitergeben, verbreitet werden und möglichst viele erreichen soll. Es geht um die Ergebnisse des ökumenischen Dialogs. Das Jahr 2017 und die Herausforderungen, die damit verbunden sind, sollen für jeden selber, aber auch für das Leben in der Gemeinde vor Ort stärker wahrgenommen werden.“