Neuevangelisierung: Ein Libanese und ein Nigerianer neue Mitglieder im Dikasterium
Die Erzbischöfe von Beirut und Jos
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Von Anita Bourdin
ROM, 27. Juli 2012 (ZENIT.org) – Papst Benedikt XVI. hat zwei neue Mitglieder des Päpstlichen Rats zur Förderung der Neuevangelisierung ernannt: einen Libanesen und einen Nigerianer, beide mit Erfahrung im Dialog mit dem Islam. Es handelt sich um den maronitischen Erzbischof von Beirut, Msgr. Paul Youssef Matar, und den Erzbischof der von ethnischen und religiösen Konflikten gepeinigten Diözese Jos, Msgr. Ignatius Ayau Kaigama.
Msgr. Kaigama befürwortet den interreligiösen Dialog als Mittel, um der Gewalt vorzubeugen. Als Vorsitzender der Nigerianischen Bischofskonferenz (CBCN) erhielt er internationale Anerkennung für seine Rolle bei der Förderung des Friedens und der interreligiösen Verständigung in Nigeria, insbesondere im Bundesstaat Plateau.
Msgr. Matar nahm am 2. und 3. Juni dieses Jahres an der vom ungarischen Verwaltungs- und Justizministerium in Gödollö (bei Budapest) organisierten Konferenz über interreligiösen Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen teil. 2010 hatte er auch an der Nahostsynode teilgenommen, in deren Rahmen er über den Dialog mit dem Islam referiert hatte.
„Um die im ‚Instrumentum Laboris‘ erwähnten Schwierigkeiten, mit denen die Christen im Orient konfrontiert werden, und ihre Beziehungen zu den Muslimen zu verstehen und um der heutigen Situation eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, müssen die Rollen und Verantwortungen von vier beteiligten Personengruppen, die alle zum Erfolg dieses für den Nahen Osten und die ganze Welt epochemachenden Werkes beitragen müssen, klar definiert werden“, erklärte der Erzbischof damals. Dann listete er auf: „die Rolle der nahöstlichen Christen selbst, die Rolle der Muslime in dieser Region, die Rolle der westlichen Mächte und die Rolle der Christen der westlichen Länder und der Welt“.
„Die Christen der westlichen Länder und der ganzen Welt sollten die Probleme ihrer Glaubensbrüder im Nahen Osten besser kennenlernen, um mit ihnen besser solidarisieren zu können. Außerdem müssen sie mehr Druck auf die öffentliche Meinung und die Regierungen ihrer Länder ausüben, damit diese sich für die Wiederherstellung der Gerechtigkeit in den Beziehungen zum Nahen Osten und zum Islam einsetzen und dazu beitragen können, die Welt vom Fundamentalismus zu befreien und sie zur Mäßigung zurückzuführen“, erklärte Msgr. Matar weiter.
[Übersetzung des französischen Originals von Alexander Wagensommer]


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