Neuntägige Trauerfeierlichkeiten für Papst Johannes Paul II.

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ROM, 4. April 2005 (ZENIT.org).- Die Katholische Kirche feiert “nach Ableben des Papstes von Rom die Trauerfeierlichkeiten (…) an neun aufeinander folgenden Tagen“. Das entspricht "dem 'Ordo exsequiarum Romani Pontificis', an dessen Normen sie sich ebenso wie an jene des 'Ordo rituum conclavis'“ hält, heißt es in der 1996 erlassenen Apostolischen Konstitution "Universi Dominici Gregis", Abschnitt 27. Als erster Tag der Trauerfeierlichkeiten gilt der Sterbetag des Papstes.



Bereits auf dem Konzil von Lyon ordnete Papst Gregor X. im Jahr 1274 an, dass nach dem Heimgang des Heiligen Vaters die Kardinäle die Trauerfeierlichkeiten für die Seelenruhe des Verstorbenen feiern sollten. Der genaue Ablauf dieser Trauerfeierlichkeiten wurde von Papst Pius IV. in der Apostolischen Konstitution "In eligendis" und von Papst Gregor XV. im "Caeremoniale Romano Pontifice" festgelegt.

Fällt einer der neun Trauertage auf ein liturgisches Hochfest, dann fallen die Trauerfeierlichkeiten an diesem Tag aus. So ist es am heutigen Montag, dem 4. April, an dem das Hochfest der Verkündigung des Herrn gefeiert wird. Gewöhnlich wird dieses Fest am 25. März gefeiert, da dieses Datum aber in die Karwoche fiel, wurde das Fest verschoben.