Neuseeland: „Marsch für das Leben" fordert Verbot der Abtreibungspille RU 486
Vatikan ruft Lebensschützer zu Protesten auf
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CHRISTCHURCH, Neuseeland, 21. April 2010 (ZENIT.org).- In Neuseeland zeigten Bürger des Landes erstmals massiv öffentlich Flagge für den Lebensschutz. In Christchurch - der drittgrößten Stadt des Landes - fand erstmalig ein „Marsch für das Leben" statt.
Die Demonstranten forderten ein Verbot für Abtreibungen und Sterbehilfe und mehr Engagement für den Schutz des Lebens, vor allem des ungeborenen Lebens, für das es keinen rechtlichen Schutz gibt.
Anlass für die Kundgebung - die auch auf das Interesse der Behörden und der Medien stieß - war die angekündigte Verteilung der so genannten Abtreibungspille RU 486 in der von der „Family Planning Association" getragenen Hamilton Clinic, die Mitglied des internationalen Netzwerks „Family Planned Parenthood Federation" ist.
Die Demonstrationen in Neuseeland sind Teil einer weltweiten Protestwelle von Lebensschützern. Erst letzte Wochen hatte der Vatikan zwei Tage nachdem in den italienischen Krankenhäusern die Abtreibungspille RU 486 zugelassen worden war, Ärzte und Institutionen zu Dienstverweigerung aus Gewissensgründen bei Abtreibung oder Euthanasie aufgerufen.
„Einzelne Personen und Institutionen haben das Recht, die Dienstverweigerung bei Abtreibung und Schwangerschaftsunterbrechung zu beanspruchen. Das ist ein Recht, das in vielen Ländern noch nicht anerkannt ist", betonte Kardinal Ennio Antonelli, Präsident des päpstlichen Rates für die Familie nach Angaben italienischer Medien am vergangenen Freitag.
In Neuseeland hatten Hunderte von Befürwortern der Forderungen von Pro-Life-Organisationen an der Kundgebung teilgenommen, die bei vielen Passanten auf großes Interesse stieß. Die Tatsache, dass an der Kundgebung vor allem viele Jugendliche teilnahmen, betrachten Vertreter der Ortskirche als Zeichen Hoffnung.
Die „Family Planning Association" hatte sich mit einer formellen Anfrage an die Regierungsstelle, die in Australien die Oberaufsicht über die Abreibungsgesetzgebung führt, das so genannte „New Zealand Abortion Supervisory Committe", um eine Genehmigung für die Verteilung der Todespille, der RU 486 zu erreichen.
„Sollte die Verteilung genehmigt werden, dann würden noch mehr Menschenleben in unserem Land zerstört werden, wo bereits 18.000 Abreibungen pro Jahr durchgeführt werden", so die Organisation „Prolife New Zealand", die zu den Veranstaltern der Kundgebung gehört und die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit eines Verbots der RU 486 überzeugen möchte.
„Es ist unsere Pflicht, dass wir Kinder vor und nach ihrer Geburt schützen", so eine Sprecherin der Organisation weiter. „Wenn wir ungeborene Kinder als minderwertig betrachten, dann wird dies sich negativ darauf auswirken, wie man das Menschenleben insgesamt bewertet. Dies ist ein äußerst schwieriges Gebiet", so „Prolife New Zealand". Die Bewegung möchte schwangeren Frauen „konkrete Alternativen" zu einer Abtreibung anbieten.
[AR]


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