Neuseelands Bischöfe: iPads gehören nicht in liturgische Feiern

Messtexte müssen aus dem Buch gelesen werden

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WELLINGTON, 8. Juni 2012 (ZENIT.org). - Die Bischöfe Neuseelands haben die Zweckmäßigkeit von iPads und ähnlicher elektronischer Geräte hervorgehoben, jedoch die Bedeutung einer „Treue zum Buch“ im Rahmen der Liturgie betont.

In einem am 30. April 2012 veröffentlichten Brief wiesen die Bischöfe darauf hin, dass während der Liturgiefeier keine Tablets, E-Book-Reader oder Mobiltelefone, sondern die als Druckexemplare vorhandenen Messbücher von den Priestern zu verwenden seien.

Die Bischöfen gaben an, seit der Veröffentlichung der Neuübersetzung des Römischen Messbuches immer wieder mit der Frage nach der Zulässigkeit des Einsatzes elektronischer Geräte während der Messe oder anderer Liturgiefeiern durch Priester konfrontiert zu werden.

Dazu äußerten sie sich folgendermaßen: „Sämtliche Religionen verfügen über heilige Bücher für den Vollzug jener Riten und Praktiken, die den Kern des Glaubens darstellen“.

Weiter führten sie aus: „Das gilt natürlich auch für die katholischen Kirche. Das Römische Messbuch zählt zu unseren heiligsten Büchern. Die Körperlichkeit dieses Buches ist ein Hinweis auf seine besondere Bedeutung für unseren Kult“.

In Zusammenhang mit elektronischen Geräten konzedierten die Bischöfe deren „hervorragende Eignung für Studienzwecke“. Während der Liturgie sei die Verwendung von iPads (und iPad-Pendants), E-Book-Readern und Mobiltelefonen durch den Priester allerdings nicht zulässig. 

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]