Nicht von den falschen Lichtern ablenken lassen

Papst lädt zur Wachsamkeit des Herzens ein

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VATIKANSTADT, 11. Dezember 2011 (ZENIT.org). – Die Adventszeit sei die Zeit, in der man eine besondere Haltung der Offenheit und Bereitschaft für die Begegnung mit dem Herrn entwickeln solle. Daran erinnerte Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem Angelusgebet am 3. Adventssonntag, dem Sonntag „Gaudete“. Obwohl ein Christ durchaus um den Wert der Dinge wisse, solle er den Blick vor allem auf das Innere richten.

Die Liturgie lade an diesem Tag besonders zur Freude ein. Diese Freude sei keine Frucht des Vergnügens, kein vorübergehender Gemütszustand und nicht aus eigener Kraft zu erreichen. Es sei zwar wichtig, aus dem hektischen Alltag herauszufinden und Zeit für Ruhe und Entspannung zu finden. Die wahre Freude aber wurzele tiefer: „Wer Christus im eigenen Leben begegnet ist, erlebt im Herzen eine Ruhe und eine Freude, die uns niemand und keine Situation nehmen kann“, so der Papst. Die wahre Freude sei vor allem ein Geschenk Gottes an den, der ihm sein Herz öffne.

Der hl. Augustinus, der in vielen Dingen vergeblich die Freude gesucht habe, komme zu der Erkenntnis, „dass das Herz des Menschen unruhig ist und weder Ruhe noch Frieden findet, bis es ruht in Gott“.

Dem entspreche auch die Aufforderung des hl. Paulus, wenn er sagt, „Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt“ (1 Thess 5,23).

Gott sei uns näher, als wir uns selber seien, zitierte der heilige Vater am Schluss den hl. Augustinus.[jb]