Nie wieder Antisemitismus!

Benedikt XVI. zum 70. Jahrestag der Reichskristallnacht

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ROM, 10. November 2008 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat Gott um seinen Beistand gebeten, „damit wir am Aufbau einer Gesellschaft mitwirken können, in der Menschen verschiedener Religionen und Volkszugehörigkeit in Frieden und Gerechtigkeit zusammenleben“.



Nach dem Angelusgebet gedachte Papst Benedikt XVI. gestern, Sonntag, aus Anlass des 70. Jahrestags der „Reichskristallnacht“ aller Opfer der damaligen Zeit.

Die „Reichskristallnacht“ oder das „Novemberpogrom“ vom 9. zum 10. November 1938 war eine von den Nationalsozialisten organisierte Zerstörung von Leben, Eigentum und Gotteshäusern der Juden im gesamten Deutschen Reich. Die Judenpogrome vom November 1938 markierten den Beginn der systematischen und gewalttätigen Verfolgung der Juden, die drei Jahre später in den Holocaust oder die „Shoah“ der europäischen Juden mündeten.

Papst Benedikt brachte seinen Schmerz über die Ereignisse in jener Nacht vor 70 Jahren zum Ausdruck. Die Erinnerung daran müsse dazu dienen, dass sich ähnliche Schrecken nie mehr wiederholten und damit man sich auf allen Ebenen gegen jegliche Form des Antisemitismus und der Diskriminierung einsetze. Vor allem sollte das durch die Erziehung der jungen Generationen zur gegenseitigen Achtung und Annahme erreicht werden.

Der Heilige Vater rief alle dazu auf, für die Opfer der Novemberpogrome zu beten und sich ihm in der Bekundung tiefer Solidarität zur jüdischen Welt anzuschließen.