Niger: Dürre und Lebensmittelknappheit

Dramatische Lage durch verlorene Ernte

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TERA, 7. November 2011 (ZENIT.org/Fides). -  Die anhaltende Dürre, die seit Monaten in Niger herrscht, führte zum Ausbleiben der Ernte und damit zu einer Zuspitzung der Lebensmittel Situation des Landes. Die katholische Organisation Manos Unidas und der in Tera arbeitende Missionar Rafael Marco beschreiben in einer Mitteilung, die dem Fidesdienst vorliegt, die dramatische Lage in dem rund 160 Kilometer von der Grenze zu Burkina Faso entfernten Stadt Tera. „Die Ernte ist verloren“, so P. Marco, „und damit hält die Notsituation des Jahres 2009-2010 an. Die Lage ist sehr ernst“.

Der spanische Missionar betont, dass die Regierung nachdem rund 60 bis 90 Prozent der Ernte verloren gegangen ist erstmals den Notstand ausrufen ließ und um Hilfe bat. Rafael Marco ist Mitglied der Gesellschaft für die Afrikamissionen und seit etwa zwei Jahren in Tera tätig: „Wir kümmern uns um Bildung und Ernährung für anfänglich rund 30 Kinder, deren Zahl in letzter Zeit stetig steigt.“ Niger leidet zudem paradoxer, Weise unter den Auswirkungen der Beendigung des Bürgerkriegs in Libyen, bei dem nigerianische Bürger als Söldner eingesetzt wurden. „Rund 250.000 Söldner kehrten nun aus Libyen zurück und viele Familien haben dadurch kein Einkommen mehr“, erklärt der Missionar zur Situation im Land. „Die internationale Staatengemeinschaft kann durch ein rechtzeitiges Eingreifen verhindern, dass Nigeria zu den von der Hungersnot betroffenen Ländern gehört.“