Nigeria: Terrorismus gegen Christen breitet sich auf den Süden aus

Vandalismus zerstört Kirche von Prälat Ike

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ROM, 5. November 2012 (ZENIT.org). – In den frühen Morgenstunden des gestrigen Sonntags haben Terroristen die katholische Kirche St. Leo der Große Enugu gestürmt. Hier wirkt Prälat Prof. Dr. Obiora Ike als Pfarrer und Förderer des interreligiösen Dialogs. Die Angriffe auf die Kirche durch unbekannte Personen begannen um zwei Uhr nachts mit der Zerstörung des gesamten Inventars wie Altar, Gefäße, Musikausstattung, Stühle,  Kanzel, Statuen, religiöse Bilder und die Mikrofonanlage der Kirche, eingeschlossen das Allerheiligste Sakrament, das entweiht wurde.

Sicherheitskräfte, die um vier Uhr vor Ort ankamen, bestätigten, dass es sich um einen terroristischen und gottlosen Angriff gegen eine religiöse Stätte handle. Die Schäden belaufen sich auf 10. Millionen Naira (50.000 Euro), Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Gläubigen, die die Sonntagsmesse besuchen wollten, konnten keinen Gottesdienst feiern, beteten aber draußen unter freiem Himmel. Von den 5.000 Christen besuchen 90 Prozent die sonntägliche Messfeier.

Msgr. Ike ermutigte bei seiner Predigt die Gläubigen, standhaft im Glauben auszuharren, trotz aller Verfolgung, religiöser Intoleranz und Fanatismus. Er rief dazu auf, den Angreifern zu vergeben und eine Woche für sie zu beten, zu fasten und zu opfern.

Der Bischof der Diözese, Dr. Callistus Onaga, rief die Christen dazu au auf, wachsam zu bleiben und den Glauben zu verteidigen.

Im Norden Nigerias sind bereits viele Kirchen zerstört und Christen getötet worden.
Es ist das erste Mal, dass diese Art von Terrorismus auf den südlichen Teil Nigerias übergreift. [jb]