Nordkorea: 10.000 Bibeln per Heißluftballon

Initiative ökumenischer Organisation ICC

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WASHINTON, 6. Dezember 2011 (ZENIT.org). – Im Rahmen einer einzigartigen Initiative der ökumenischen Organisation „International Christian Concern (ICC)“ wurden 10.000 Bibeln für Christen in Nordkorea mit Heißluftballons nach Nordkorea gebracht. Die ökumenische Organisation hilft verfolgen Christen in aller Welt. In einem Bericht des ICC, der dem Fidesdienst vorliegt, informiert die Organisation über verschiedene Initiativen zur Unterstützung von Gläubigen, darunter auch die Nutzung von Heißluftballons zum Transport von Bibeln nach Nordkorea.

„Nordkorea gehört zu den Ländern, zu denen es keinen Zugang gibt und in denen die Verfolgung am schrecklichsten ist. Die Kirche muss dafür kämpfen, dass sie das Evangelium verkünden darf, der Besitz einer Bibel kann mit der Haft in einem Konzentrationslager bestraft werden“, heißt es in den Bericht. Jeweils 1.000 Bibeln werden mit einem Heißluftballon auf den Weg gebracht, die in unterschiedlichen Zeitabständen explodieren.

Unterdessen werden in Nordkorea auch Bibeln von der Armee beschlagnahmt, so der ICC, und dann auf dem Schwarzmarkt verkauft, wobei die Soldaten den Verkauf selbst organisieren. Da im Land nur wenige Bibeln im Umlauf sind, werden sie als wertvolle Ware gehandelt. „Auch dies ist einer Form der Verkündigung des Wortes Gottes“, heißt es in dem ICC-Bericht.

Nach jüngsten Schätzungen gibt es in Nordkorea rund 400.000 Christen.

Auch in China verteilte die Organisation bereits über 100.000 Bibeln.