Odilia (um 660-720)

Ãbtissin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 277 klicks

Die Legende berichtet, dass Odilia um 660 in Oberehenheim geboren worden und eine Tochter des Herzogs Eticho gewesen sei. Da Odilia ohne Augenlicht war, wollte ihr Vater sie töten lassen. Doch die Mutter rettete ihre Tochter, indem sie sie ins Kloster gab. Als Odilia getauft wurde, ereignete sich ein Wunder: Ihre Augen erhielten Sehkraft, und sie erlangte das Augenlicht. Das Mädchen kehrte zu den Eltern zurück, musste aber bald schon wieder fliehen. Sie verbarg sich in einer Höhle, die in Arlesheim oder, wie andere Quellen berichten, im Musbachtal liegt. Später vermachte ihr der Vater den sog. Odilienberg, wo sie 690 ein Kloster gründete. Odilia starb um 720. Ihre sterblichen Überreste ruhen auf dem Odilienberg, der eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten im Elsass ist. Odilia ist die erste Schutzpatronin Straßburgs; 1807 erklärte sie Pius VII. zur Patronin des Elsass. Das von Odilia gegründete Kloster erlebte eine wechselhafte Geschichte. Im Zuge der Säkularisation wurde es aufgelöst. Heute beherbergt die Anlage ein Hotel und einen Konvent.