Öffnung der Katakomben der Heiligen Marcellinus und Petrus in Rom

Zu besichtigen jedes Wochenende ab dem 13. April

Rom, (ZENIT.org) | 633 klicks

Die lang erwartete Öffnung einer der bedeutendsten frühchristlichen Katakomben Roms wurde am letzten Sonntag von Msgr. Giovanni Carrù, Sekretär der Päpstlichen Kommission für Christliche Archäologie, bekanntgegeben. Es handelt sich um die unterirdische Grabanlage der bbeiden Märtyrer Marcellinus und Petrus an der Via Casilina, einer antiken Konsularstraße im südlichen Stadtteil Tor Pignattara. Sie ist eine kaiserliche Stiftung des 3. Jahrhunderts. Zu dem Komplex gehören auch eine Basilika und das berühmte Mausoleum der Mutter Konstantins, die hl. Helena.

Nach langen Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten sind erstmals feste Öffnungszeiten für Besucher eingerichtet worden. Ab Palmsonntag, den 13. April, können die reich mit Fresken von biblischen Szenen ausgestatteten Grabkammern jeden Samstag und Sonntag besichtigt werden.

Diese Katakombe hat eine spezifische Verbindung zu Deutschland. Denn die Gebeine der unter Kaiser Diokletian hingerichteten Märtyrer Marcellinus und Petrus (Martyrus) wurden von Einhard im 9. Jh. nach Seligenstadt in Hessen überführt. Der Biograph Karls des Großen hatte dort ein Benediktinerkloster gegründet und die gleichnamige Wallfahrtskirche errichtet.

Die genauen Öffnungszeiten wurden noch nicht bekannt gegeben. Informationen können in der Pfarrei „Santi Marcellino e Pietro Ad Duas Lauros“, Via Casilina 641 (tel. 0039 06 2419446) erfragt werden.