Ohne die Gottesmutter Maria sind wir Waisen

Papst spricht zu römischen Priesteramtskandidaten

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 214 klicks

Am Samstagabend empfing Papst Franziskus bei der Lourdesgrotte in den Vatikanischen Gärten junge Priesteramtskandidaten der Diözese Rom. Der Papst sagte zu den Anwesenden, ein Christ, der sich nicht an die Muttergottes wende, sei ein Waise, und fügte hinzu, Maria sei eine gute Wegbegleiterin hin zur Priesterberufung. Er sagte:

„Ein Christ ohne Muttergottes ist eine Waise, aber ein Christ ohne Kirche ist ebenfalls eine Waise. Der Gläubige braucht diese beiden Frauen. Das sind zwei Mütter, zwei Jungfrauen: Die Kirche und die Muttergottes.“

Die Frage an sich selbst, welches Verhältnis man zur Mutter Kirche und zur Mutter Gottes habe, reiche aus, um den eigenen Glauben zu prüfen, so der Papst.

„Das ist kein Gedanke des Mitgefühls, nein, das ist pure Theologie! Das ist Theologie. Wie ist meine Beziehung zur Kirche, zu meiner Mutter Kirche, zur heiligen hierarchischen Mutter Kirche? Und wie ist meine Beziehung zur Muttergottes, die meine Mutter ist?“

Er mahnte die anwesenden Priesteramtskandidaten, die Berufsentscheidung zum Priester nicht als provisorische Entscheidung anzusehen, da das Priestersein wie eine Ehe unauflöslich sei. Er, als Papst, habe einen „endgültigen Weg“ vor sich, fügte Papst Franziskus hinzu.

„Ein Papst hat nur einen klaren Weg vor sich. Denn wisst ihr, wo der Papst landen wird? Dort unter dem Petersdom, in der Gruft der Päpste, dort landet er, wo er begraben wird.“